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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 06:08 Uhr

Startschuss für digitales Mamutprojekt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Landesweit größtes Ausbaugebiet: Dithmarscher Zweckverband investiert bis 2022 insgesamt 150 Millionen Euro ins Glasfasernetz

Ein großer Schritt auf dem Weg zur schnellen Datenautobahn im Kreis Dithmarschen: Mit dem ersten Spatenstich hat der Breitband-Zweckverband Dithmarschen (BZVD) gestern in Schafstedt die Weichen für die digitale Zukunft gestellt. Gemeinsam mit Technologie-Staatssekretär Frank Nägele aus dem Wirtschaftsministerium in Kiel, Dithmarschens Landrat Jörn Klimant, Olaf Tölke von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und Dirk Sasson, Prokurist und Bereichsleiter Telekommunikation und Informationstechnik der Stadtwerke Neumünster (SWN) GmbH, griff BZDV-Verbandsvorsteher Peter Schoof beherzt zum Arbeitsgerät, um symbolisch den Ausbau des flächendeckenden Glasfasernetzes einzuleiten. Bis zum Jahr 2022 wird der Zweckverband gemeinsam mit seinem regionalen Partner rund 150 Millionen Euro in das Zukunftsprojekt investieren. Davon werden etwa 20 Millionen Euro für die aktive Technik von den Stadtwerken Neumünster finanziert. Beginnen wird der Netzausbau in den ländlichen, schlechter versorgten Gebieten bis hin zu den städtischen, besser versorgten Regionen Dithmarschens.

Der Zweckverband und die Stadtwerke drücken dabei aufs Tempo. Erst vor acht Monaten wurde der Vertrag unterzeichnet. „Geschwindigkeit ist schließlich das Markenzeichen des Netzes, das wir bauen, da wollen wir in nichts nachstehen“, betonte Peter Schoof. „Wir sind gut im Zeitplan und haben im ersten Ausbaugebiet, das wir im Südosten von des Kreises erschließen wollen, mit mehr als 1000 Verträgen eine hervorragende Resonanz gehabt: Dithmarschen ist bereit für das schnelle Internet.“

Nach dem Startschuss in Schafstedt-Süd mit den Ortsteilen Hohenhörn und Dückerswisch folgt der Netzausbau in den Gemeinden Eggstedt und Hoch-donn. Ab April rücken Tiefbautrupps nach, um die Bauarbeiten in Süderhastedt, Großenrade, Quickborn, Frestedt und Brickeln voranzutreiben. Bis zum Jahresende sollen alle Hausanschlüsse fertiggestellt sein. Erste Portierungen sind nach Angaben der SWN ab Herbst möglich.

Technologie-Staatssekretär Frank Nägele zeigte sich beeindruckt vom Dithmarscher Breitband-Projekt: „Hier wird nicht gekleckert, sondern ge-klotzt. Es ist beeindruckend zu erleben, dass sich 115 von 116 Städten und Gemeinden des Kreises zusammengetan haben, um die flächendeckende Versorgung mit einem Glasfaser-Anschluss aufzubauen und sicherzustellen. Mit den Stadtwerken Neumünster als starken Partner an der Seite habe ich keine Zweifel, dass dieses ehrgeizige Projekt erfolgreich sein wird. Auch am Beispiel des Kreises Dithmarschen stelle ich fest: Der echte Norden hat bei der Digitalisierung die Nase vorn.“

Landrat Jörn Klimant hob die Bedeutung des Breitbandnetzes für den ländlichen Raum hervor: „Eine moderne digitale Infrastruktur ist heute ein wesentlicher Standortfaktor für Wirtschaftswachstum, steigende Lebensqualität sowie Impulsgeber für Kreativität und Kooperation.“ Möglichst alle Dithmarscher sollen vom schnellen Internet profitieren und so im digitalen Zeitalter Schritt halten können.

„Ich freue mich sehr, dass wir zunächst 30 Millionen Euro zinsverbilligte Mittel aus unserem IB.SH Breitband-Förderdarlehen Kommunen für den Breitband-Zweckverband Dithmarschen bereitstellen können. Die uns vom Land Schleswig-Holstein zur Zinssubventionierung bereitgestellten Mittel können helfen, den zügigen Ausbau in Dithmarschen in Gang zu setzen“, sagte Olaf Tölke.

Der Breitband-Zweckverband investiert im ersten Aktionsgebiet rund sechs Millionen Euro in den passiven Netzausbau, die SWN weitere 750  000 Euro in die aktive Technik. Die SWN werden als Pächter für den Betrieb des Glasfasernetzes verantwortlich sein. Eigentümer bleibt der Zweckverband.

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erstellt am 10.Mär.2016 | 07:30 Uhr

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