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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 05:16 Uhr

Stark gegen Krebs jetzt bundesweit

vom

Verein hat seinen Sitz in Frankfurt und ist als gemeinnützig anerkannt

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Die Übergabe eines Schecks zum Erhalt der Wattolümpiade und damit ihres Engagements für die Krebsbetroffenen an der Westküste ist an sich bereits eine erfreuliche Angelegenheit. Diesmal verbarg sich hinter den übergebenen Summen jedoch eine bemerkenswerte Geschichte.

Als der Wattikan im vergangenen Jahr nach kompetenten Referenten für die Krebs-Informationstage suchte, kam zum ersten Mal Dr. Bernd Schmude aus Frankfurt nach Brunsbüttel, selbst ein Krebsbetroffener. Ausgesprochen begeistert vom Spaß-Konzept und vom Engagement des Wattikans entwickelte er eine Idee, das ursprüngliche Rettungsprogramm zum Erhalt der Wattolümpiade "Stark gegen Krebs" bundesweit auf starke Beine zu stellen. Der neue bundesweite Verein hat jetzt seinen Sitz in Frankfurt, ist gemeinnützig und hat das deutsche Transparenz-Siegel beantragt. Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky: "Ich hätte nicht gedacht, dass der Stein, den wir ins Watt warfen, solche Wellen schlagen würde."

Bernd Schmude begann, weitere seiner inzwischen hochgeschätzten Vorträge in anderen Städten zu halten - für ein kleines Honorar, das zumeist von den Veranstaltern aufgestockt wurde. Den Gesamterlös von 1200 Euro spendete er nun den Organisatoren der Wattolümpiade. Auch die inzwischen längst zum Kult gewordenen grünen Silikonbänder mit der Prägung "STARK gegen KREBS" hat Schmude ständig dabei und seine Sammelbüchse ist von allen im Umlauf befindlichen immer die vollste. Zuletzt befanden sich über 770 Euro in einer einzigen Dose.

Ein weiterer Scheck stammt von der Hamburger Freimaurerloge "Theodor Vogel". Eine Reihe weiterer Logen hat bereits gesammelt und gespendet oder plant Aktivitäten zur Unterstützung konkreter Projekte, die der Wattikan gemeinsam mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft entwickelt. Dazu gehört unter anderem die Einrichtung einer Angehörigen-Wohnung in der Nähe des WKK Heide: "Niemand vermag Betroffenen mehr Kraft und aufbauende Liebe zu gewähren, als Freunde und Angehörige. Diese Strukturen möchten wir stärken", sagt Jens Rusch, Initiator der Wattolümpiade.

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