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Beamtenviertel : Städtebau unterstützt Eigentümer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fördergelder für die denkmalgerechte Sanierung von Häusern im Beamtenviertel möglich.

Mit dem Beamtenviertel will sich die Stadt Brunsbüttel am Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ im Rahmen der Städtebauförderung beteiligen. Wie Astrid Gasse als Chefin des Stadtbauamtes und Ratsherr Michael Kunkowski als Vorsitzender des Bauausschusses gemeinsam mit Christina März als Leiterin der Fachabteilung Planung in einem Pressegespräch mitteilten, ist die Schleusenstadt in diesem Jahr erstmalig in das entsprechende Förderprogramm aufgenommen worden. „Wir wollen alle Straßen neu bauen“, kündigte Gasse an. Die Kosten teilen sich zu jeweils einem Drittel der Bund, das Land und die Stadt.

Im Rahmen der Stadtsanierung werden für diesen Straßenausbau keine Ausbaubeiträge von den Anliegern erhoben. Gleichwohl werden sie – allerdings in einem deutlich geringeren Maße – zur Zahlung eines Ausgleichsbetrages herangezogen. Damit müssen sie eine in der Städtebaumaßnahme begründete Wertsteigerung ihrer Grundstücke finanziell ausgleichen.

„Wir werden noch in diesem Jahr in Frage kommende Büros anschreiben und das am besten geeignete für die Planung der Maßnahmen auswählen“, versprach Astrid Gasse. Dafür stehen Fördermittel von 90 000 Euro bereit. Es bleibt abzuwarten, welche Einzelprojekte für den städtebaulichen Denkmalschutz angemeldet werden sollen. Der Neubau einer Gemeinschaftsschule werde zwar nicht gefördert, doch könnten Mittel für einen Umbau der bisherigen Boje-Regionalschule für andere Nutzungszwecke durchaus erwartet werden. Auch private Projekte wie zum Beispiel der Einbau neuer denkmalgerechter Fenster könnten angemeldet werden. Das sind beispielsweise Sprossenfenster aus Holz anstelle von Kunststofffenstern mit unter Glas eingelegten Sprossen. Privatanträge können über das Bauamt eingereicht werden. Zu gegebener Zeit will die Stadt zu einem Informationsabend einladen.

Zu den Straßen des Beamtenviertels gehören die Wurtleutetweute, die Kautz-, Löwe-, Mittel-, Delbrück-, Posadowsky-, Fülscher- und Schölerstraße. Das Beamtenviertel entstand in den Jahren 1910 bis 1914 als Ersatz für das alte Beamtenviertel, das dem Kanal- und Schleusenbau hatte weichen müssen. Damit wurde Wohnraum für die betroffenen Bürger ebenso geschaffen wie für die Kanallotsen und für die Arbeiter am Kanal und auf der Schleuse.

Mit dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ werden städtebaulich und kulturhistorisch wertvolle Stadtquartiere denkmalgerecht erhalten und zugleich den zeitgemäßen Ansprüchen der Menschen entsprechend weiterentwickelt. Ziel ist es, die Gesamtheit historischer Straßenzüge und Plätze als strukturelle Einheit zu erhalten. Dabei soll im Rahmen des integrierten Ansatzes eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht werden.

Grundprinzipien der Städtebauförderung sind die Beteiligung und Aktivierung von quartierbezogenen Mitwirkungsstrukturen, die Vernetzung lokaler Initiativen, Organisationen und Unternehmen sowie die Stärkung individueller Problemlösungskompetenzen auch bisher nicht organisierter Bürgerinnen und Bürger. Die öffentliche Darstellung – beispielsweise an einem „Tag der Städtebauförderung am 9. Mai nächsten Jahres – ist wichtig sowohl für die Aktivierung im Fördergebiet und gegenüber den Akteuren als auch für die Darstellung der Maßnahmen und Erfolge der Städtebauförderung nach außen in Politik und Gesellschaft.

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