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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 01:27 Uhr

Glückstadt : Stadtwerke-Haus wird verkauft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mitarbeiter ziehen in Verwaltungsgebäude gegenüber um, Glückstädter Werkstätten erwägen Kauf des historischen Gebäudes.

Das Büro von Stadtwerkeleiter Torsten Fischer hat einen schönen Blick auf den Festungsgraben. Doch damit wird es wohl bald vorbei sein, der Stadtwerkechef muss umziehen. Denn das historische Gebäude soll verkauft werden. Mit den Glückstädter Werkstätten gibt es bereits einen Interessenten. Was mit dem Haus gemacht werden soll, ist nicht bekannt. Werkstätten-Chef Emanuel Gaenslen war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Nach Informationen unserer Zeitung wurde das Stadtwerkegebäude mit rund einer halben Million Euro zum Verkauf angeboten. Auf Anfrage unserer Zeitung hat Stadtwerkeleiter Torsten Fischer nur bestätigt, dass das Haus verkauft wird. „Der Aufsichtsrat hat dem einstimmig zugestimmt“, sagt Fischer.

Der Grund für den geplanten Verkauf nennt er auch: „Das Gebäude wird nur noch zum Teil genutzt, und das ist nicht mehr wirtschaftlich.“ Zumal es um Unterhaltungsmaßnahmen geht. Die Stadtwerke hat ein großes Maklerbüro mit dem Verkauf beauftragt.

Aufsichtsratsvorsitzender Gerd Nedderhut hat viele Stunden in dem Gebäude verbracht. Zu dem Verkauf sagt er: „Ich bin traurig. Seit 1986 bin ich mit den Stadtwerken verbandelt.“ Zunächst war er als Politiker im Werkausschuss, später im Aufsichtsrat. Das Gebäude sei sehr schön. Ihm sei aber auch klar, dass es nicht mehr gebraucht wird. Worauf er noch hinweist, ist auf das Kunstwerk von Max Kahlke im ehemaligen Sitzungsraum. Es zeigt ein szenisches Bild mit Bauarbeitern, einige schleppen einen Balken, andere buddeln die Erde auf. Im Hintergrund sind Baugerüste zu sehen. Das Verwaltungsgebäude in der Bahnhofsstraße wurde 1926 bezogen. 1985 wurde es noch einmal renoviert.

Bereits 1994 wurde auf der gegenüberliegenden Seite ein modernes, zusätzliches Verwaltungsgebäude gebaut. Dorthin ziehen die Mitarbeiter, die jetzt noch im historischen Haus arbeiten, nach dem Verkauf.

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erstellt am 14.Aug.2017 | 05:00 Uhr

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