Heide : Stadtwerke bauen neue Zentrale

Wird abgerissen und schafft Platz für Kundenparkplätze: Das Stadtwerke-Haus aus der Gründerzeit. Rechts davon soll nächstes Jahr die neue Zentrale des Heider Energieversorgers gebaut werden.
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Wird abgerissen und schafft Platz für Kundenparkplätze: Das Stadtwerke-Haus aus der Gründerzeit. Rechts davon soll nächstes Jahr die neue Zentrale des Heider Energieversorgers gebaut werden.

Sanierung des jetzigen Verwaltungsgebäude rechnet sich nicht. Aufsichtsrat gab diese Woche grünes Licht.

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19. Dezember 2014, 17:00 Uhr

Kundenzuwächse in ganz Dithmarschen, etwa drei Millionen Euro Jahresgewinn – die Heider Stadtwerke sind auf einem guten Kurs. Umso leichter fiel es dem Aufsichtsrat auf seiner jüngsten Sitzung, grünes Licht für ein neues Dienstleistungszentrum zu geben. Es soll nach einer ersten Kostenrechnung für 1,6 Millionen Euro auf dem eigenen Grundstück östlich des alten Verwaltungsgebäudes entstehen. Die Planungen sind bereits fertig, im Frühjahr wird gebaut. „Und wir wollen auch 2015 fertig werden“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Vergo.

Damit ist zugleich der Plan vom Tisch, die Stadtwerke im von Kreis und Stadt geplanten Dienstleistungszentrum unterzubringen. „Das hätte nicht funktioniert. Wir brauchen die Nähe zur Technik, die Strom-Hauptzentrale und die Gasregelstation befinden sich hier auf dem Gelände“, erläutert Vergo.

Die Entscheidung für eine neue Unternehmenszentrale fiel, da die Sanierung des alten Gebäudes viel zu teuer gewesen wäre. Statiker stellten fest, dass die gesamte Dachkonstruktion erneuert werden muss, da morsche Balken durch Stahlträger-Verbindungen gehalten werden. Es wurde vorgeschrieben, dass die Dachkonstruktion spätestens in zwei Jahren zu erneuern ist. Allein für ein neues Dach müssten aber 400  000 Euro aufgebracht werden. Hinzu kommt die Sanierung des feuchten Kellers sowie energetische Maßnahmen. „Letztlich kommt ein Neubau günstiger“, so der Stadtwerke-Chef.

Außerdem, so der technische Leiter Hans-Helmut Carius, „haben wir im jetzigen Gebäude zu wenig Platz“. Carius, ein gelernter Bauingenieur, hat sich deshalb an den Zeichentisch gesetzt und ein modernes Dienstleistungszentrum entworfen. Oberste Maßgabe dabei: Die neue Zentrale des Energieversorgers soll nicht nur praktisch und günstig sein, sondern auch behindertengerecht. So stimmte der Aufsichtsrat einem großzügigen, rechteckigen Flachbau mit einer Grundfläche von 1100 Quadratmetern zu. Der Neubau wird aus Klinkersteinen gemauert und soll allen energetischen Vorgaben entsprechen.

Im Eingangsbereich ist ein Kundencenter geplant, gleich daneben werden sich die Service-Büros der Meister für die Bereiche Strom, Gas und Wasser befinden. An den Längsseiten des Gebäudes sind etwa 20 Büros für die verschiedenen Fachbereiche vorgesehen. „Das wird ein Modulsystem, so dass wir jederzeit die Zahl und Größe der Büros verändern können“, betont Carius, dem auch viel daran liegt, dass die Flure zwei Meter breit sind. „Hier treffen sich die Mitarbeiter, hier wird kommuniziert.“ Wie Stefan Vergo ergänzt, sollen mit dem Neubau auch die Entscheidungswege verkürzt und Synergien geschaffen werden.

Im hinteren Bereich entsteht schließlich ein großer Multifunktionsraum, der für etwa 100 Personen ausgelegt ist. Dies entspricht der Mitarbeiterzahl der Stadtwerke, in der Zentrale selbst sind aber nur 30 tätig.

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