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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 03:56 Uhr

itzehoe-Kolumne : Stadtschreiber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Feuerwehr, der Stormsteich und die Innenstadt - mit dem Geschehen der Woche in Itzehoe beschäftigen sich Katrin Götz und Lars Peter Ehrich.

von
erstellt am 07.Sep.2013 | 12:30 Uhr

Unbezahlbar



Hier mal ein neues Auto, dort mal ein Wechsellader, der viel teurer wird als geplant – es gibt immer wieder Momente, in denen die Feuerwehr der Stadt nicht besonders lieb, sondern vor allem teuer ist. Und dann gibt es Momente wie am Montagmorgen: Unvorstellbar, was die Kameraden bei dem schweren Unfall auf der Störbrücke leisten mussten. Sogar den Rettungsassistenten gingen einige zur Hand. „Wir haben inzwischen einige unter uns, die eine entsprechende Ausbildung haben“, sagt Wehrführer Peter Happe. Die Bilder von dem Einsatz wird wohl keiner so leicht wieder los. „Wir hatten eine Nachbesprechung auf der Wache, es gibt auch die Möglichkeit, den Notfallseelsorger zu holen“, erklärt Happe. Zudem seien alle der Unfallkasse gemeldet worden. „Wenn jemand erst später Veränderungen an sich feststellt, kann das noch gemeldet werden.“ Und jetzt erinnern wir uns kurz daran, dass die Helfer Ehrenamtler sind. Die Feuerwehr ist teuer? Nein. Unbezahlbar!

Unbebaubar



Wo gibt’s denn heute noch was geschenkt? Beim Kreis! Glauben Sie nicht? Die Politiker im Umweltausschuss taten sich auch schwer damit. Letztlich stimmten sie jedoch zu, dass der Kreis den Stormsteich samt umliegendem Bruchwald erwirbt und der Stadt überträgt. Während die einen noch nach dem Haken suchten, war Ernst Molkenthin (Linke) längst einen Schritt weiter. Noch weniger als dem Kreis kann man schließlich nur den eigenen Kollegen in der Stadtpolitik trauen – und so wollte Molkenthin im Vertrag festlegen, dass der Bereich „niemals zu Bauland wird“. Man kenne das ja mit den Mehrheitsentscheidungen in der Ratsversammlung. Einen Teich mitten im tiefsten Wald, noch dazu im Landschaftsschutzgebiet, zum Bauland machen? Da braucht Stadtförster Torsten Wismar keine Paragrafen: „Ich halte es in den nächsten 1000 Jahren für ausgeschlossen, dass dort gebaut wird.“ Dabei ist der Gedanke, Atlantis in Itzehoe nachzubauen, doch durchaus plausibel. Es wären ja nicht die ersten Gebäude, die in der Stadt untergehen...

Unbeeinflussbar



Damit sind wir nahtlos bei der Innenstadt. Die hat es bekanntlich nicht leicht und braucht Hilfe. An dieser Stelle muss einmal gesagt werden: Es gibt Dinge, die die Stadt tun kann, aber teils hat sie eben auch keinen Einfluss. So sind die immer wieder zu hörenden Forderungen, man solle mal für „ordentliche Geschäfte“ sorgen, nicht furchtbar hilfreich. Die Stadt selbst kann auch nicht neue Kaufleute für die Fußgängerzone anwerben. Aber sie kann die Rahmenbedingungen verändern. Mit der Öffnung für den Verkehr wird es versucht – ob es gut ist oder nicht, wer weiß das schon im Moment? Wer es pauschal kritisiert, möge erst einmal einen besseren Vorschlag machen. Ein anderer Ansatz ist es, bei Bauvorhaben in der Innenstadt auf Parkplätze zu verzichten. Das spart den Investoren Verwaltungsaufwand und letztlich einfach nur Geld. Und das ist dann doch mal ein wirklicher Anreiz, nach Itzehoe zu kommen.

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