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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 15:59 Uhr

itzehoe-kolumne : Stadtschreiber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rückblick am Sonnabend: Was brachte die Woche in Itzehoe?

von
erstellt am 31.Aug.2013 | 17:00 Uhr

Flattertiere



Integrierter Sportentwicklungsplan. Das klingt theoretisch, und genau so verlief bisher auch die Arbeit an dem Konzept. Nun soll es – natürlich am Runden Tisch – mit Leben gefüllt werden. Möge es gelingen. Gut ist in jedem Fall der Schritt, im Stadion am Sandberg schon einmal mit dem lange aufgeschobenen Einbau neuer Bänke eine hässliche Lücke zu beseitigen und ein Signal zu setzen: Es passiert etwas! Attraktiver soll das Stadion werden und so mehr Veranstaltungen anlocken – dazu passt der Wunsch der Verwaltung nach 3000 Euro für eine Taubenvergrämung im kommenden Jahr. Der Gang auf die Tribüne ohne ängstlichen Blick nach oben, das wäre doch mal eine konkrete Verbesserung.

Arbeitstiere



Sind Sie jüngst mal auf dem Dachboden gewesen. Lieber nicht? Verständlich. Was sich da so ansammelt... Das gilt, in mehrfacher Potenz, auch für öffentliche Gebäude. Nehmen wir doch die Volkshochschule. Altes Mobiliar aus Klassen stand dort auf dem Boden, sogar noch Stuhlreihen wie einst im Physikraum und ein Stufenbarren. Das brennt gut, der Raum war voll – das gefiel der Abteilung Bauaufsicht und Gebäudemanagement mit Blick auf den Brandschutz gar nicht. Also raus damit. Aber: „Braucht man wirklich, um einen Dachboden zu räumen, 3600 Euro?“, fragte im Finanzausschuss Karl-August Geest (CDU). „Der Bauhof hat da echt geackert“, sagte VHS-Leiterin Corinna Ahrens-Gravert gegenüber unserer Zeitung. Alles raus ohne Fahrstuhl – „da war schon Manpower gefragt“. Kämmerer Hauke Carstens erklärte im Ausschuss, er wolle inhaltlich nicht weiter auf das Thema eingehen, die Anregung aber weitergeben. Dabei lächelte er milde, denn aus Sicht eines städtischen Haushalts sind 3600 Euro nicht viel. Ein Vielfaches wurde im Sommer für neue Fenster auf der Rückseite der VHS ausgegeben. „Davon versprechen wir uns eine ganze Menge“, sagt Ahrens-Gravert mit Blick auf die Betriebskosten. So eine sinnvolle Investition versöhnt doch jeden.

Murmeltiere



Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. In dieser Woche bekam Karen Knapp einen Preis überreicht: Bei einem Gewinnspiel des Frauen-Marktes im Klosterforst und von Tchibo hatte sie mit dem Lösungswort „Safran“ eine fünftägige Reise nach Marokko gewonnen. So weit schön für die Itzehoerin, aber noch nicht komplett ungewöhnlich. Unschön für die Lehrerin an der Grundschule Sude-West: Der Reisetermin ist der März 2014. „Leider kann ich nicht fliegen, es sind keine Ferien – aber meine Eltern freuen sich schon.“ Und an dieser Stelle setzt der Murmeltiertag-Effekt ein. Rückblende, November 2012: Karen Knapp ist zu Gast im Frauen-Markt. Und was bekommt sie da? Richtig: einen Preis. Acht Tage Andalusien. Und konnte sie hin? Nein, der Termin lag im März in der Schulzeit. Wer durfte statt dessen fahren? Ihre Eltern. Das alles passierte wohlgemerkt bei mehreren hundert Teilnehmern an den Gewinnspielen. Die Lehrerin trägt es mit Fassung: „Letztendlich ist mein Mann immer der Schuldige, er füllt die Karten aus.“ Damit macht sich also nicht nur Karen Knapp bei ihren Eltern beliebt, sondern ihr Mann sogar bei den Schwiegereltern. Ein fast perfektes Happy-End.

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