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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 07:45 Uhr

Stadtmanager: Wirtschaft mehr fördern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schaufenstergestaltung, Umfrage bei Unternehmen und Ausbildungsmesse sind aktuelle Projekte

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 17:36 Uhr

Öffentlich tritt Jingkai Shi (Foto) bisher hauptsächlich als Organisator von zwei großen Veranstaltungen auf: für die 400-Jahr-Feier 2017 und für das Fest der Vielfalt im Herbst dieses Jahres. Doch es gibt zwei weitere Aufgabenfelder für den Stadtmanager, die nicht so im Bewusstsein der Glückstädter sind: „Ich bin auch Citymanager und Wirtschaftsförderer.“ Ziel sei, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden die Attraktivität der Stadt zu steigern.

Ein Thema als Citymanager sind die Geschäfte. Wie berichtet, startet Jingkai Shi in Zusammenarbeit mit Gewerbetreibenden die Gestaltung von Schaufenstern. Start ist der Geburtstag der Stadt Glückstadt am 22. März. Weitere Aktionen sollen folgen. „Schaufenster sind wie ein Gesicht – sind sie attraktiv, dann ist Glückstadt attraktiv“, so Jingkai Shi Die Idee stammt von Jürgen Böttcher, dem Vorsitzenden vom Förderverein Musik in der Stadtkirche. Er ruft im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik-Festivals zur Schaufenstergestaltung auf.

Zudem geht es auch um leer stehende Geschäfte. „Hier sind wir im Gespräch mit den Eigentümern.“ Geschäftsflächen sollen gezielter angeboten werden – vor allem die Flächen in der Innenstadt. Hier will der Stadtmanager Kontakte herstellen. Aber auch in anderer Richtung will er tätig werden. „Die leer stehenden Geschäfte könnten in der Zwischenzeit auch anders genutzt werden, um sie zu beleben.“ Eine Möglichkeit sei, dass sie von Künstlern genutzt werden. Denn: „Leer stehende Geschäfte sind optisch nicht schön“. Und dies gelte auch für die Schaufenster. „Dafür wollen wir die Eigentümer gewinnen.“ Um alles einfacher zu gestalten, soll demnächst eine Börse auf der Homepage der Stadt eingerichtet werden. „Dort werden dann auch Fotos vorgestellt.“

Zur attraktiveren Gestaltung der Stadt trage schon der Fahnenschmuck am Markt bei. „Der Hafenkopf soll folgen“, sagt Shi. „Wir sind noch am überlegen, welche Fahnen dort aufgehängt werden sollen.“

Zudem liegt dem Stadtmanager die Wirtschaftsförderung sehr am Herzen. Sein Vorgänger Klaus Bornemann habe bereits die Unternehmen befragt, jetzt hat Shi eine neue Befragung gestartet. Um eine bessere Rücklaufquote zu bekommen, besucht er die Unternehmer persönlich. Gemeinsam soll die jetzige Situation analysiert werden. Er will wissen, wie die Unternehmer den Standort Glückstadt sehen. „So kann ich die Betriebe besser unterstützen, die Wirtschaftsförderung der Stadt besser bewerten.“ Die Ergebnisse will er später vorstellen.

Zusammenarbeiten will er mit Unternehmern auch bezüglich der Ausbildungsmesse, die am Freitag, 2. Oktober, in der Elbschule stattfindet. Fest steht schon: „Wir planen einen Gemeinschaftsstand mit den Handwerkern.“

Zum Thema 400-Jahr-Feier der Stadt weist Shi daraufhin, dass 2017 auch bundesweit das 500. Jubiläum der Reformation begangen wird. Für Glückstadt handele es sich um ein besonders interessantes Jubiläum, weil Stadtgründer König Christian IV. mit dem Versprechen der Religionsfreiheit bei Zugezogenen geworben hat. „Deshalb habe ich das Thema auch in die Planung der 400-Jahr-Feier aufgenommen.“

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