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Glückstadt : Stadtbäume sorgen für Stolperfallen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bürgermeisterin lädt zum öffentlichen Rundgang in Glückstadt-Nord ein, um störende Wurzeln und den Zustand der Wege in Augenschein zu nehmen.

Wo sind Bäume krank? Wo stellen sie eine Gefahr dar? Wo ist das Asphalt uneben? Und wo sind Straßenlaternen ausgefallen? Bürgermeisterin Manja Biel wollte wissen, wo in Glückstadt-Nord die Problemfelder liegen – und hatte auch Bürger zu einer Bestandsaufnahme eingeladen. Mit von der Partie war neben Hauke Reimers und Esther Patyk vom Bauamt und Frank Christoph Hagen als Sachverständiger für Baumpflege auch Quartiersmanagerin Olga Schill, die alle Schäden dokumentierte. Und dabei kam einiges zusammen.

Intensiv wurden die Zustände der öffentlichen Wege und Bäume inspiziert. Ein großes Probleme stellte sich durch das Wurzelwerk der Straßenbäume dar: Sehr viele starke Wurzeln beschädigten die Wege massiv, manchmal auch die Straßen. Dadurch kommt es zum Teil zu erheblichen Stolperfallen und Unebenheiten. Das Thema Wurzeln kennt die Stadtverwaltung. Doch die Bäume können nicht versetzt und die Wege nicht vergrößert werden, heiß es von Seiten der Rathausmitarbeiter.

Hauke Reimers informierte in diesem Zusammenhang über den Ablauf der Straßenunterhaltung: „Die Wege werden alle acht bis zwölf Wochen kontrolliert und die Bäume durch einen externen Dienstleister alle eineinhalb Jahre. Hierbei werden pro Jahr 200 bis 300 Schäden festgestellt. Leider schaffen es die Firmen nicht, alle Schäden zeitnah abzuarbeiten.“ Zudem stünden für die Straßenunterhaltung im gesamten Stadtgebiet jährlich 200  000 Euro zur Verfügung. Zum oft leidigen Thema Straßenbeleuchtung stellte er fest, dass der Gesetzgeber nur an besonderen Stellen, wie zum Beispiel Kreuzungen oder Fußgängerüberwege, Laternen fordert. Reimers: „Eigentlich müssten die Passanten abends mit einer Taschenlampe durch die Straßen gehen.“

Bei dem Rundgang entdeckten die Teilnehmer auch einige zu hohe und schadhafte Fußwegabsenkungen und Absackungen von Gullis. Viele zerbrochene Gehwegplatten, besonders in der Königsberger Straße, wurden ebenfalls dokumentiert. Auch Fugen zwischen den Platten von mehr als fünf Zentimetern Breite fielen auf. Dirk Harms, Verwalter der Glückstädter Wohnungsbau: „Manche Schäden, die in dem Bereich der Häuser der Wohnungsbau auftreten, beseitigen wir im Rahmen der Verkehrssicherheit schon selber.“ Und auch für ein weiteres Übel sind Anwohner beziehungsweise Eigentümer selbst verantwortlich: den Schnitt der Büsche und Hecken. Nicht selten wuchern diese weit mehr als 50 Zentimeter über die Grundstücke hinaus. Dadurch würden den Fußgängern dann auf den entsprechenden Gehwegen ein Großteil des Platzes nicht mehr zur Verfügung stehen.

Heiner Hartz machte den Baumsachverständigen Frank Christoph Hagen auf einen konkreten Baum in der Marienburger Straße aufmerksam: „Ich habe der Stadt bereits vor drei Jahren gesagt, dass der Baum so gut wie tot ist. Und nichts ist bisher passiert.“ Baumexperte Frank Christoph Hagen: „Ganz tot ist der eine Baum noch nicht. Eine Gefahr geht zurzeit von ihm nicht aus.“ Die Stadt sichert zu, die entsprechenden Bäume im kommenden Jahr genauer zu kontrollieren. Zum jetzigen Zeitpunkt könne noch nicht genau gesagt werden, wie sich die Bäume entwickeln. Einen sichtlich in die Schieflage geratener jüngeren Baum an der Stolpmünder Straße/Ecke Danziger Straße nahm Olga Schill in die Liste auf. Dieser soll noch vor der Frostperiode wieder aufgerichtet werden.

Zahlreiche Schäden, die den Teilnehmern auffielen, waren der Stadtverwaltung bereits bekannt. Sie würden aufgezeichnet und nach der Prioritätenliste nach und nach beseitigt, hieß es von Seiten der Stadt. Die Schäden im vorderen Bereich der Flensburger Straße sollen im Zuge der Abwasserkanalsanierung 2019 behoben werden. Dabei sollen dann auch die Platzierungen der Gehwege und die Straßenbeleuchtung überarbeitet werden.

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