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Norddeutsche Rundschau

20. November 2017 | 03:26 Uhr

Glückstadt : Stadtanlagen in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es tut sich etwas im Park: Das Kugeldenkmal wurde neu bepflanzt und es gibt Bänke vor dem Rosarium.

Die Umfrage unserer Zeitung zum Thema „Was macht glücklich in Glückstadt?“ hat eindeutig ergeben: der Hafen, die historische Innenstadt, eine super Restauration – die „Perle an der Unterelbe“ ist eben eine Stadt mit besonderem Flair. Doch ein markanter Punkt wird bei den Antworten meistens übersehen: Glückstadt hat mehr zu bieten – zum Beispiel den mittlerweile gestalteten Stadtpark.

In der grünen Lunge an den Anlagenteichen lässt sich auf neu bearbeiteten, breiten Wegen spazieren gehen, auf neuen Bänken ausruhen, Flora, Fauna und Wasserläufe genießen – Naherholung pur. Und es grünt und blüht im Park. Zum Beispiel am Kugeldenkmal.

Der Gärtnerei Neer ist es zu verdanken, dass das Beet rund ums Denkmal üppig mit Frühjahrsblühern bepflanzt ist – eine wahre Augenweide. „Eigentlich hatte Firma Neer nur den Auftrag, Sommerbepflanzung vorzunehmen. Da die vorbereitenden Arbeiten des Kommunalen Service und der Firma Heutmann flott vorangingen, hat Firma Neer spontan diese Frühjahrsbepflanzung der Stadt zum 400. Geburtstag geschenkt“, sagte Esther Patyk vom städtischen Bereich Technik und Stadtentwicklung. „Ich mag einfach keine leeren Beete oder Kahlstellen“, erklärte Igor Neer dazu.

Ebenfalls neu gestaltet ist das Rosarium. Dort sind historische Rosensorten neu gesetzt worden. Weil es sich um spezielle Gestaltung handelt, wurde bei der Auswahl der Rosen sogar auf alte Dokumente zurückgegriffen. Zum Ausruhen laden jetzt auch neue Bänke im Stadtpark ein. Diese Bänke mit seniorengerechter Seitenlehne stellen eine Weiterentwicklung des Modells „Glückstadt“ dar, welches auf historischen Recherchen und Vorgaben der Denkmalpflege beruht. Esther Patyk: „Es sieht alles super aus. Wenn die Rosen erst blühen, wird das ein echter Hingucker. Ich hoffe, dass sich ganz viele Menschen an unserem Stadtpark erfreuen.“

Das Kugeldenkmal entstand um 1895 im Zuge der „Gründerzeitlichen Erweiterung“ der Seidelanlagen aus Geschossen einer schweren Beschießung. Der markante Punkt in den Anlagen wurde auf Anregung von Prof. Detlef Detlefsen zur Erinnerung an die Belagerung Glückstadts 1813/14 errichtet. Die Festung Glückstadt wurde von etwa 2600 Mann verteidigt. Ihnen standen mehr als 10  000 Landstreitkräfte und 1200 Mann Seestreitkräfte gegenüber. Am Neujahrsmorgen 1814 setzte die Beschießung durch verstärkte Belagerungsbatterien und britische Kriegsschiffe ein. Besonders heftig wurde es am 2. Januar 1814. Bomben, Granaten, Brandkugeln und Raketen überzogen Glückstadt. In der Nacht vom 3. und 4. Januar ging ein Bombenhagel auf Glückstadt nieder. Nach Verhandlungen unterschrieben die Verteidiger am 5. Januar 1814 die Kapitulationsurkunde.

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