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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 20:01 Uhr

Immobilien : Stadt investiert in Sport-Anlage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Förderung für Neubau mit Umkleidekabinen wird beim Land beantragt

870 500 Euro: So teuer könnten Neuerungen für die Fußballabteilung des ETSV Fortuna werden, bezahlt von der Stadt Glückstadt und dem Land. Geplant sind neben einem neuen Kunstrasenplatz für die Sportanlage an der Königskoppel unter anderem ein Bouleplatz sowie neue Sanitär- und Umkleideräume.

Seit drei Jahren schon ist klar: Der Kunstrasenplatz muss saniert werden. Ansonsten droht: Er muss stillgelegt werden. Deshalb war es im jüngsten Bauausschuss unstrittig, dass die Stadt die Kosten von rund 235 000 Euro investieren wird, denn diese muss die Stadt laut Vertrag mit dem Sportverein bezahlen.

Dass neue Sanitärräume und Umkleideräume dringend erforderlich sind, dass machte Wolfgang Engemann (CDU) deutlich. Denn zurzeit gibt es im Vereinsheim im Keller keine getrennten Räume für Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche. „Fußballer im Alter von sieben bis 70 müssen sich eine Kabine teilen“, erklärte Engemann. Allein dies sei bedenklich. Dass es aber keine Trennung der Geschlechter gibt, hält er rechtlich für nicht haltbar.

Die Stadtverwaltung und der ETSV-Vorstand haben bereits über Pläne für einen Neubau mit Umkleide- und Sanitärräumen gesprochen. Erste Entwürfe liegen vor sowie eine Kostenschätzung von 580 000 Euro. Allerdings ohne eine Innenausstattung.

Der Plan sieht vor, neben dem Vereinsheim neu zu bauen – mit getrennten Umkleideräumen, Sanitäranlagen sowie Räume für Haustechnik und Schiedsrichter. Ob letzterer Raum vom Land förderungsfähig ist, muss noch geklärt werden. Dieser könnte auch im Keller des Vereinsheimes bleiben. Dort verbleibt auch die Heizzentrale. Eine Verbindungsleitung zum Neubau ist in den Kosten einkalkuliert.

Umstritten war in der Diskussion der Bauausschussmitglieder die Einrichtung eines Bouleplatzes für rund 22 500 Euro. Hier ging es aber weniger um die Finanzen, als um den Ort. Denn dieser ist auch an der Docke angedacht.

Weitere Kosten entstehen für überdachte Trainerbänke und eine Zuschauertribüne am Kunstrasenplatz, beides zusammen ist mit zirka 12 000 Euro kalkuliert.

Die Gesamtinvestition von 870 500 Euro am Molenkiekergang, so betonte Bauamtsleiter Lüder Busch, sei unter dem Aspekt einer Förderung durch das Innenministerium in Kiel zu sehen. Deshalb stimmten die Politiker dem Konzept für die Entwicklung der Sportanlagen Königskoppel zu. Dies beinhaltet, dass das Gremium erneut über das Thema sprechen wird, wenn eine positive oder negative Antwort aus Kiel da ist. Zeitgleich wurde die Verwaltung beauftragt, den Antrag auf Städtebauförderungsmittel beim Innenministerium zu stellen. Busch erklärte, es könnte einige Monate dauern, bevor der Antrag bearbeitet wird. Sollte bis zum Juni 2016 keine positive Rückäußerung vom Ministerium vorliegen, werde der Kunstrasenplatz ohne Förderung mit Mitteln aus dem städtischen Haushalt 2016 überarbeitet, weil er dringend sanierungsbedürftig ist und seine Stilllegung droht.

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erstellt am 10.Okt.2015 | 09:30 Uhr

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