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Norddeutsche Rundschau

18. November 2017 | 00:26 Uhr

Politik : Stadt fit für die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Politiker sprechen sich für Förderprogramm aus

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 05:00 Uhr

400 000 Euro für neue Umkleidekabinen im Vereinsheim des ETSV Fortuna – das war den Stadtvertretern zu viel. Die von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Fördermittel wurden gestrichen. Wobei es bei der jüngsten Stadtvertretung um ein Zukunftspapier ging, das beschlossen wurde. Es handelte sich um das Städtebauförderungsprogramm „Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“.

Die Stadt Glückstadt will Fördermittel aus Kiel beantragen. Für bestimmte Projekte, wie zum Beispiel die Sportanlage des ETSV Fortuna, aber auch für ein barrierefreies Rathaus. Hier wird über einen Fahrstuhl nachgedacht. Thema ist unter anderem auch das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk (EAW).

Das Problem: Noch ist nichts entschieden. Denn die Stadt muss in Kiel Untersuchungsergebnisse vorlegen, bevor von dort Geld fließt. Zudem muss auch entschieden werden, dass es „Fördergebiete“ gibt. Eine Steigerung davon sind „Sanierungsgebiete“. Letztere kommen bei Erschließungen von Gebieten oder zum Beispiel Straßenbauten zustande.

Als Beispiel eines Fördergebietes stellte Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch das Rathaus vor. „Wir müssen es zukunftsfähig machen.“ Die Frage ist, was ein Fahrstuhl kostet, damit jeder Mensch ins das Rathaus hineinkommen kann. Die Voruntersuchungen dazu übernehmen jetzt externe Planer. Sie schlagen Maßnahmen vor und ermitteln Kosten. Entscheiden sich die Politiker dann dafür, werden die Mittel in Kiel beantragt. „Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2015 präsentiert“, erklärte Dr. Busch.

Tatsächlich hat die Stadt bereits einige Fördermittel für einzelne Maßnahmen beantragt. Denn bereits seit 2011 gibt es die Möglichkeit der Zuschüsse. Entsprechende Haushaltsmittel für 2011, 2012, 2013, 2014 sind in den jeweiligen Haushaltsjahren eingeworben worden.

Umstritten war nicht nur die Förderung der Umkleidekabinen für den ETSV Fortuna, sondern bei Horst Meiners (CDU) auch eine potenzielle Förderung für das EAW-Gelände. Er fürchtete: „Wir steigern mit Fördermitteln den Wert von privaten Flächen.“ Diesbezüglich beruhigte Dr. Busch: „Der Bodenwert wird festgelegt.“ Es müsse dann bei einem Verkauf ein Ausgleich gezahlt werden. Wichtig war dem Bauamtsleiter, dass geklärt wird, was aus dem zehn Hektar großen ehemaligen Bahn-Gelände werden könnte. Das EAW wäre ein Beispiel für ein Sanierungsgebiet. Weiterhin ist geplant, ab 2015 Städtebauförderungsmittel unter anderem für das Umfeld am Bahnhof einzusetzen.

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