Open Air in Ecklak : Spritziges Spätsommer-Feeling

Trafen Freunde und erfreuten sich an der Deko wie dem beleuchteten „Geodome“ (v.l.): Sina Paulsen, Laura Bertram und Miriam Tiedemann.
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Trafen Freunde und erfreuten sich an der Deko wie dem beleuchteten „Geodome“ (v.l.): Sina Paulsen, Laura Bertram und Miriam Tiedemann.

Die Veranstalter sind mit dem Open Air in Ecklak zufrieden. 13 Bands und DJs stehen auf den zwei Bühnen.

shz.de von
03. September 2018, 10:12 Uhr

Zunächst war es „Zukunftsmusik“ für alle Beteiligten, dann wurde es zu einem Live-Ereignis mit viel Spaß und Musik: In Ecklak sorgte das kleine „Zukunftsmusik-Open-Air“ mit verschiedenen Musikrichtungen am Wochenende für einen gelungenen Sommerausklang für mehr als 220 Teilnehmer.

Fünf Freunde und zehn Helfern, die sich im Verein „SonntagMorgen“ (Somo) zusammenfinden organisierten die Veranstaltung. 13 Bands und DJs aus den Musikrichtungen Rock, Pop und Elektro sorgten bei dem ganztägigen Festival von mittags bis nachts ein spritziges Spätsommer-Feeling.

Zwei Band oder DJs spielten immer gleichzeitig auf je einer Bühne. Ein Konzept, das aufging und auch die Künstler überzeugte. So wie Headliner, die Band „Angiz“ aus Kronach bei Nürnberg beispielsweise: Mit acht Personen in zwei Autos reisten die Musiker sieben Stunden lang über 650 Kilometer an, um auf der Bühne zu stehen. Zunächst war Sänger und Songwriter Mario Brozek beeindruckt von der flachen Landschaft: „Man kann in alle Richtungen bis zum Horizont gucken. Das ist für mich etwas ganz Neues, da wir aus dem Mittelgebirge kommen.“

Diese Begeisterung übertrug sich nahtlos auf die Bühne, wo die Band als Höhepunkt des Abends mit ihrem Sprechgesang aus Rock und Pop eine schweißtreibende Live-Show hingelgte. In ihrem einstündigen Auftritt stellte „Angiz“ ihr jüngstes Album „Keine Rockstars“ vor.

Auch der zweite Headliner, die Itzehoer Formation „Loyft“, sowie die „Baconanas“ aus Glückstadt mit ihrem Garagenrock erhielten für ihre spielfreudigen Gigs großen Applaus. „Wir waren schon im vergangenen Jahr dabei, denn es macht viel Spaß, hier zu spielen“, sagte beispielsweise „Baconanas“-Sänger Paul Gamradt alias „Blind Lemon Paul“.

Julian Lee, Sänger der Post-Grunge-Band „Kill Strings“ aus Hamburg, war von der Stimmung angetan. „Es hat Spaß gemacht, denn es wurden immer mehr Leute vor der Bühne. So konnten wir auch unseren neuesten Song vorstellen, der noch gar keinen Namen hat.“

In einem kleinen Wald, dem „Lonely Forrest“ auf der gegenüberliegenden Seite des Geländes legte das Hamburger DJ-Duo „Easy-D & Mathanium“ elektronische Tanzmusik auf. „Die Location ist sehr liebevoll gemacht“, meinte Easy-D. „Es ist eine schöne Kulisse, und auch das Publikum macht viel Stimmung“, stellte Mathanium fest.

Mit seiner Film-Kamera lief unterdessen René Hofmann aus Wilster (von seiner Firma „Hofmann Film“) über das Gelände. „Bei dieser Superstimmung macht es Spaß, die Laune der Leute einzufangen.“ Aus seinen Aufnahmen entsteht ein etwa 15-minütiger AfterMovie, der Anfang Oktober im sozialen Netzwerk und auf der Homepage erscheinen soll.

Florian Berns, einer der fünf Organisatoren, war schließlich zufrieden. „Dafür, dass wir so gut wie keine Erfahrung auf dem Gebiet eines Festivals hatten, hat alles super gut geklappt“, sagte er. „Bei dem schönen Wetter wurden Aufbau, Anreise und Ablauf fast zum Selbstläufer. Von den DJs und Bands haben wir das beste Feedback bekommen. Die Gäste waren friedlich, es hat nicht ein böses Wort gegeben.“ Nun soll die „Zukunftsmusik“ auch eine Zukunft in Ecklak haben und im kommenden Jahr wieder stattfinden. „Den Termin geben wir in den nächsten zwei Wochen bekannt.“

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