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Wilstermarsch-Stadion : Sportpark für alle Altersgruppen

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Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Sportstättenplaner stellt Entwurf für die Sanierung des Wilstermarsch-Stadions im Bauausschuss vor. Investitionsvolumen: 1,66 Millionen Euro. Die Stadt Wilster hofft auf Zuschüsse im Rahmen des Städtebauförderprogramms.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Sie ist ein weiteres großes Projekt der Stadt im Rahmen des Städtebauförderprogrammes: die Sanierung des Wilstermarsch-Stadions. Ein Investitionsvolumen von etwa 1,66 Millionen Euro wird im Vorentwurf für die Erneuerung der maroden, fast 40 Jahre alten Sportstätte veranschlagt. Das Gesamtkonzept stellte am Dienstagabend in der Sitzung des Bauausschusses Arne Siller vor, Geschäftsführer der Siller Landschaftsarchitekten Kiel. Im Dezember war der Sportstättenplaner von der Stadt mit dem Entwurf beauftragt worden, der nun als Antrag an des Innenministerium geschickt werden soll. Die Kommunalpolitiker hoffen, dann vom Land die Zustimmung zu bekommen, dass die Sanierung als vorgezogene Maßnahme aus dem Städtebaufördertopf bezuschusst werden kann. Sabine Kling, im Innenministerium zuständig für die Bereiche Städtebauförderung, Besonderes Baurecht und Baukultur, habe nun darauf hingewiesen, dass die in Aussicht gestellt Novellierung der Städtebaurichtlinien zum 1. Januar dieses Jahres nicht vor dem 1. Juli zu erwarten sei. Danach würde ein höherer Zuschussanteil gewährt (100 statt wie bisher 80 Prozent der förderfähigen Kosten). Die Bauausschussmitglieder entschieden, aber schon jetzt den Entwurf zur Abstimmung einzureichen. Denn bis inhaltlich alles geprüft ist – zunächst im Innenministerium, später noch beim Gebäudemanagement Schleswig-Holstein – vergehe einige Zeit.

Ausführlich stellte Arne Siller die Planungen für das Stadion vor, das nach Fertigstellung eine Art Sportpark sein wird. Ein städtebauliches Ensemble mit ganzheitlichem Ansatz, wobei alle Altersstrukturen einbezogen sein werden. Das Großfeld mit Laufbahn und die angrenzenden Kleinflächen sind in die Überplanung integriert. Arne Siller verdeutlichte den nicht mehr zeitgemäßen Standard, wies auf teils marode Zustände hin, unter anderem kaputte Zäune und Laufbahnbegrenzungen. Besonderes Manko ist das starke Gefälle, dem Fußballplatz und Laufbahnen unterliegen: bis zu 45 Zentimeter beträgt die Höhendifferenz. „Die Langläufer laufen bergauf und bergab, was schon Zeiten verfälschen kann“, erklärte er. Und auch das Fußballspielen leidet darunter, erst recht wenn sich bei Regen das Wasser in Senken sammelt. Im Verlauf der Arbeiten für den Entwurf wurde auch in die Erde geschaut, die Bodenbeschaffenheit ist beim Neuaufbau wichtig. Die Kommunalpolitik hat sich mehrheitlich für Kunstrasen im Innenbereich des Großfelds entschieden, für Kunststoffbelag auf der Laufbahn. Die Haltbarkeit des Kunstrasens bezifferte Siller bei guter Pflege mit 20 Jahren, Pflegekosten lägen laut Bundessportinstitut Köln jährlich mit 1,20 bis 1,50 Euro pro Quadratmeter deutlich niedriger als beim Rasenplatz mit etwa 3,50 Euro pro Quadratmeter.

Ein neues Entwässerungssystem muss eingebaut werden, zudem gilt es, die heute geforderten Sicherheitsabstände zu schaffen. Zu nahe an der Laufbahn angebrachte Lichtmasten oder Spielerunterstände gehören dann der Vergangenheit an. Eine neue Zuschauertribüne wird geschaffen, die etwa 100 Plätze bietet, Bereiche für die Leichtathletik wie Kugelstoßen oder Weitsprung werden eingerichtet. Hinzu kommen Geräte, an denen Jung und Alt körperliche Fitness testen und trainieren können. Die Planer hatten im Vorfeld Wünsche und Anregungen bei Gesprächsterminen mit Kommunalpolitikern, Schul- und Vereinsvertretern aufgenommen und mögliches mit eingearbeitet. Das wird nun Richtung Innenministerium auf den Weg gebracht.

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