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Altes Kasernengelände : Sportpark ade: Privatklinik soll kommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auf dem ehemaligen Kellinghusener Kasernenareal soll ein Gesundheitszentrum mit Klinik- und Rehagelände entstehen. Startschuss für Projekt Ende 2013/Anfang 2014. Eigentlich sollte dort ein Sportpark entstehen, aber der Investor ist insolvent.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 04:32 Uhr

Sportpark ade, hieß es in der vergangenen Ratsversammlung. Durch die Insolvenz der STE GmbH ist das Vorhaben eines Sport- und Touristikparks auf dem Liliencron-Gelände Makulatur. Statt dessen soll auf dem ehemaligen Kasernenareal und Teilen des Standortübungsplatzes nun ein Gesundheitszentrum mit Klinik- und Rehagelände entstehen. Das neue Nutzungskonzept der Taba Real Estate GmbH verfolge aber ebenfalls das Ziel einer positiven Wirkung auf Kellinghusen, erklärte Birgit Möller vom Büro Möller-Plan.

Läuft alles reibungslos, kann mit der Startschuss für das Projekt Ende 2013/Anfang 2014 gerechnet werden. In einem ersten Schritt sollen danach rund 150 Fachkräfte eingestellt werden. Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder, mit „einem glatten Schnitt“ den Bebauungsplan 52 neu aufzustellen. Zugestimmt wurde außerdem einem beschleunigten Verfahren, um möglichst zügig planungsrechtliche Voraussetzungen für den Investor zu schaffen. Allzu hohe Tempo-Erwartungen hinsichtlich der anschließenden Realisierung dämpfte Möller jedoch. Es werde nicht sofort aus dem Stand das gesamte Projekt aus dem Boden gestampft. „Das baut sich aufeinander auf.“ Mit der kompletten Entwicklung rechnet die Vertreterin des Planungsbüros in acht bis zehn Jahren.

Ziel der Planung sei eine Privatklinik für eine internationale Klientel, aber auch für deutschen Patienten, so Möller mit Verweis auf die immer größer werdende Zahl ausländischer Patienten, die eine gute medizinische Behandlung in Deutschland suchen. Im Bereich der medizinischen Versorgung solle zunächst mit einer Orthopädie und einer inneren Abteilung begonnen werden. In der weiteren Entwicklung folgen sollen dann die Fachbereiche Neurologie und Rheumatologie.

Genutzt wird zunächst das ehemalige Offiziersheim sowie die in unmittelbarer Nähe gelegenen Unterkunfts- und Lehrsaalgebäude. Dort sollen Kliniken, Stationen und Patientenzimmer sowie Räumlichkeiten für Schulungen, Seminare und medizinische Ausbildung untergebracht werden. Das ehemalige Unteroffiziersheim mit der Truppenküche dient weiterhin für die Verpflegung, soll aber auch Hotelrezeption, Café, Restaurant und Aufenthaltsräume beherbergen. Anliegende Gebäude werden zu Hotels für die Begleitung von ausländischen Patienten umgebaut. Das ehemalige Wachgebäude am Eingang der Liliencronkaserne wird künftig als Infozentrale und Anmeldung dienen. Die vorhandene Energiezentrale wird den neuen Anforderungen entsprechend umgebaut weiterhin für die Strom- und Wärmeversorgung sorgen. Auf dem Gelände des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes soll ein Rettungsdienst installiert werden und in den ehemaligen Kfz- und Werkstatthallen findet der technische Bereich der Kliniken außerhalb der medizinischen Versorgung Unterkunft. Ein Schwesternwohnheim und ein Hotel sollen im Stabsgebäude eingerichtet werden.

Die vorhandene Sporthalle, der Sportplatz und die angegliederten Freiflächen bleiben erhalten und dienen Maßnahmen in der Sporttherapie und Rehabilitation. „Die Ami-Baracken müssen abgerissen werden“, beschied Möller kurz und knapp mit Blick auf die lange leer stehenden, heruntergekommenen Unterkünfte der US-Soldaten. Die gewonnene Freifläche soll für den Neubau von Wohnhäuser für die Begleitung von Patienten genutzt werden.

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