Spontaner Rock ganz ohne Probe

Begeistert von der Lauschbar: Peter Campbell von „Message“.
Begeistert von der Lauschbar: Peter Campbell von „Message“.

shz.de von
12. Januar 2015, 05:00 Uhr

Die Band besteht aus den Mitgliedern von „Highlander“, sie machen aber auch ein alternatives Programm und nennen sich dann anders, mit neuer Botschaft: „Message“ heißt das Projekt, das es schon seit 1973 gibt und sich in der Lauschbar vorstellte.

Nach dem großen Erfolg im Bacchus bei der jüngsten Musiknacht fanden es Musiker und Lauschbar-Betreiber Steffen Horstmann an der Zeit, die Band erneut in Itzehoe zu präsentieren, die als „Highlander“ schon in den Anfangstagen des Wacken Open Air dabei war. Die Besucher erlebten einen kräftigen Rockabend mit Klassikern der Rockgeschichte und eigenen Songs.

Das Trio mit Allan Murdoch (Gitarre; Gründungsmitglied von „Highlander“), Peter Campbell (Gesang, Bass; Ex-„Rhedwood“ und Mitglied von „Highlander“), und J.P. Thunder (Schlagzeug; „Whispering Noize“) intonierte Songs von Eric Clapton bis Joe Cocker, von den Beatles bis Santana. Die Songs bestachen vor allem durch ihre Spontaneität, denn sie bestanden aus reiner Improvisation. „Wir jammen und haben deshalb für dieses Projekt auch noch nie zusammen geprobt“, sagte Peter Campbell. „Und wir spielen einen Song deshalb auch niemals zweimal auf die gleiche Weise“, ergänzte J.P. Thunder.

Das klang zeitweise etwas sperrig, manchmal ungehobelt, aber interessant und mit sattem Sound – eben so, wie Krautrock sein sollte. Als die Band zwei ihrer eigenen „Highlander“-Stücke spielten, wurde es Zeit für den Kalauer des Abends: „Wir sind die beste ‚Highlander‘-Coverband, die es gibt“, so der Sänger.

Drei Sets von bis zu einer Stunde Länge, die Zuhörer waren begeistert. Tom aus Itzehoe: „Das ist schöner, dreckiger Ur-Rock mit einer großen Spannbreite bis hin zum Blues. Das macht Riesenspaß.“ Stephan aus Itzehoe erzählte: „Ich habe sie im ,Bacchus’ gesehen und bin deswegen wieder hier. Einige Titel kennt man gar nicht, sie gefallen mir aber trotzdem total gut.“

„Das ist hier der beste Live-Laden Schleswig-Holsteins“, sagte Peter Campbell. „Der Saal ist familiär, der Chef super und das Publikum bereit, für Live-Musik auch Eintritt zu zahlen. Das gibt es sonst nicht mehr sehr oft.“

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