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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 00:41 Uhr

Matjeswochen : Spiel, Spaß und Stimmung

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Die 49. Glückstädter Matjeswochen waren ein voller Erfolg. Diesen hatte auch Miles Brackert bei der Hafenquerung.

Fast 100  000 Besucher und rund 100  000 verspeiste Matjes: Die 49. Glückstädter Matjeswochen waren ein voller Erfolg. Am Wochenende drängten sich die Besucher in der Innenstadt und am Hafen. „Perfekt, es hat alles gestimmt“, sagte Cheforganisatorin Sandra Kirbis am Sonnabendabend, als sie mit den Besatzungen der historischen Schiffe am Hafen zusammensaß.

„Tolle Musik, tolle Aktionen. Es ist großartig mit den Schiffen im Hafen“, schwärmte sie. „Es ist wieder sehr spannend – eine gelungene Mischung.“ Damit meinte sie die vom „Freundeskreis auf dem Wasser“ – einer ehrenamtlich tätigen Gruppe von Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) sowie deren Angehörigen und Freunden – organisierten Aktionen am Hafen. „Für jeden ist etwas dabei – das bringt Spaß. Sie machen sich immer so viel Mühe.“ Was die Tourismus-Chefin auch freute, waren die vielen Besucher, die von weit her kamen. „Es ist schön, dass wir die Menschen mit den Glückstädter Matjeswochen erreichen.“

Gleich dreimal war das WSA mit Aktionen für Erwachsene und Kindern vertreten: Die Glückstädter Zweigstelle mit Jörg Mahn, die Wedler mit John Appel und der Bauhof mit Jürgen Krüger. Jörg Mahn, Cheforganisator der Hafenmeile, war ebenfalls sehr glücklich über den Verlauf: „Wir hatten außergewöhnliche viele Schiffe“, sagte er mit Blick auf die neun „Oldtimer“ und das Zollschiff. „Während am Sonnabend die Besucher eher auf der Hafenmeile bei dem guten Wetter geschlendert sind, haben sie am Sonntag viel mehr Schiffe besucht und dort viel gefragt.“ Was ihn persönlich freute: Besatzungen der Schiffe hätten ihm gesagt, dass sie sich in Glückstadt wohl fühlen.

Der große Höhepunkt sei die Ausstellung von John Appel gewesen, sagt Mahn über das, was sein Kollege mit seinem Team aus Wedel zur Schau stellte. Die Wasserbauer zeigten, wie sie an den Küsten arbeiten. Sie hatten Materialien aufgebaut und unter anderem ein Modell gezeigt, welches Ebbe und Flut simuliert.

Die gesamte Hafenmeile wurde ehrenamtlich betrieben. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben: Nichts Kommerzielles. Wir engagieren uns immer wieder gerne und freuen uns, wenn die Gäste Spaß haben.“ Jörg Mahn hatte seinen auch: Er wurde zweiter bei der Meisterschaft im Wriggen. Geschlagen wurde er allerdings von Martin von Eitzen. Der 74-jährige Maschinist des historischen Feuerschiffs „Elbe III“ wriggt seit seinem achten Lebensjahr.

An allen vier Tagen gab es jede Menge Musik auf dem Marktplatz sowie auf der Hafenbühne – zusammengestellt von Stefan Wolter. Der Moderator der Matjeswochen hatte wieder den Nerv der Besucher getroffen. Auch die Abendveranstaltungen waren sehr gut besucht.

Der Flohmarkt in der Stadt war vor allem am Sonnabend ein Renner. Traditionell sind dann viele Glückstädter dabei. Am Sonntag waren weit weniger Verkäufer unterwegs, vielleicht auch, weil es den Tag über immer wieder nieselte. Dafür war gestern auf dem Flohmarkt die Ausstellung von Oldtimern ein echter Hingucker für die Besucher – organisiert hatte sie der Glückstädter Peter Schäfer. Zudem war das Angelspiel der Soroptimistinnen gut besucht.

Im Mittelpunkt aller vier Tage stand der „Glückstädter Matjes“, die inzwischen EU-geschützte Spezialität der Elbstadt. Hergestellt von den Matjesproduzenten Henning Plotz und Heiko Raumann. Fast 100  000 Filets werden insgesamt verkauft worden sein, schätzt Plotz. Allein er hat mehrere Tonnen Hering verarbeitet.

Weitere Attraktionen am Hafen war am Sonnabend die „Glückstädter Hafenquerung“ – präsentiert von der Volksbank. Die Teilnehmer mussten über Schlauchboote robben, springen oder rollen. Sieger wurde nach Bestzeit Miles Brackert (19).

Die „Plattschaufelregatta“ am Sonntag war ebenfalls ein großer Spaß für Akteure und Zuschauern. Den Pokal gewannen „Die Grauen Wölfe“ mit Markus Lindemann, Stephan Venner, Klaus Schade und Kai Laatzen.

Höhepunkte für die Gäste waren auch Hafenrundfahrten und Kanufahrten. Ein weiterer Hit am Hafen waren die Fahrten mit der Draisine der Eisenbahnerfreunde. Zudem zeigte Günter Klingbeil das traditionelle Bootsbauer-Handwerk, die Modellbauschiffer präsentierten sich mit ihren Booten, die Familienbildungsstätte bot wieder Kinderspiele an.

 

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erstellt am 13.Jun.2016 | 11:45 Uhr

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