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28-Jähriger in Bulgarien : Spiegel TV: Die Suche nach Lars Mittank aus Marne

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der 28-Jährige aus Marne war mit Freunden im Urlaub in Bulgarien. Seit sieben Wochen wird er vermisst. Auch außerhalb Schleswig-Holsteins wird über den Fall berichtet.

Der Fall sorgt mittlerweile in ganz Deutschland für Aufsehen: Lars Mittank aus Marne (Kreis Dithmarschen) ist seit dem 8. Juli in Bulgarien verschollen. Am Sonntagabend berichtet auch Spiegel TV über das mysteriöse Verschwinden des 28-Jährigen.

Letzte Lebenszeichen sind Bilder der Videoüberwachung am Flughafen Varna. Sie zeigen, wie Mittank offenbar überstürzt aus dem Flughafen rennt – ohne Gepäck. Kurz zuvor telefonierte er noch mit seiner Mutter Sandra. Das letzte Mal, dass die 51-Jährige seitdem etwas von ihrem Sohn gehört hat.

Inzwischen sind das Auswärtige Amt und Interpol eingeschaltet, haben Sandra Mittank und Freunde ihres Sohnes einen Privatdetektiv eingeschaltet. Dieser ist vor Ort in Varna, um nach Spuren zu suchen, wie es auch im Fernseh-Beitrag heißt.

Im Internet gibt es die Homepage www.findet-lars-mittank.de und die Facebook-Gruppe „Findet Lars Mittank“. Angehörige und Freunde hoffen auf ein Lebenszeichen des jungen Mannes. Auf Facebook schreibt seine Mutter am Sonntag: „Es gibt einen kleinen Hinweis, dem wir aktuell sehr intensiv nachgehen, der erstreckt sich jedoch nicht mehr hauptsächlich auf den Bereich Varna, sondern auch auf den ländlichen Bereich von Bulgarien.“ Sie freut sich über eingegangene Spenden. Dadurch könne die Detektei für eine befristete Zeit weiter beauftragt werden.

Rückblick: Mittank war mit Bekannten an den bulgarischen Goldstrand gereist. Entspannter Urlaub in der Sonne sollte es werden. Irgendwann, so hat die Mutter erfahren, sei ihr Sohn in einen Streit verwickelt worden: „Er hat sich als Fan von Werder Bremen mit einem Bayern-Fan angelegt.“ Bei der handfesten Auseinandersetzung erlitt Lars einen Riss im Trommelfell.

Eine Verletzung mit Folgen. Denn als seine Bekannten am 7. Juli den Heimflug antreten, bleibt der Marner in Bulgarien. Ein Arzt hält ihn nicht für reisefähig, empfiehlt ihm, ins Krankenhaus zu gehen. Doch dort wird er nicht aufgenommen. Lars will daher am nächsten Tag noch einmal den Flughafenarzt konsultieren. Bis dahin sucht er sich, offenbar vermittelt von einem Taxifahrer, ein günstiges Hotel in Varna. Das allerdings liegt in einem Armenviertel der Stadt. Seiner Mutter erzählt er am Telefon, dass er sich dort nicht wohl fühle. Er verlässt das Hotel, macht sich auf den Weg zum Flughafen. Dort sucht er am 8. Juli tatsächlich den Arzt auf. „Er ist 40 Minuten behandelt worden“, erzählt Sandra Mittank. Doch Medikamente habe ihr Sohn abgelehnt. Stattdessen flüchtet er aus dem Flughafengebäude.

Lars sei nicht der Typ, der sich leichtfertig in Streitereien verwickeln lasse, sagt die Mutter erschüttert. Ihr ist ein Rätsel, was passiert ist. „Da hatte es einer auf ihn abgesehen“, glaubt sie. Diesen Verdacht habe ihr das letzte Telefonat mit ihrem Sohn bestätigt. Und auch, „dass er fluchtartig weggelaufen ist“. Dass er die vom Flughafenarzt verordneten Medikamente nicht haben wollte, dürfte an seiner finanziellen Situation gelegen haben. „Er musste ja schon die Arztrechnungen bezahlen, er wird nicht mehr viel Geld gehabt haben.“

Kollegen des Marners, der in Wilhelmshaven im Kraftwerk von GdF Suez arbeitet, haben eine große Suchaktion auf Facebook gestartet. „Wir sind immer noch auf der Suche und werden auch nicht aufhören, bevor wir ihn gefunden haben.“ Fernfahrer sollten bei der Suchaktion eingeschaltet werden. Und die international tätige Detektei von Andreas Gütig aus der bayerischen Stadt Spalt wurde ebenfalls in Marsch gesetzt. Die Privatermittler seien seit Dienstag wieder in Bulgarien. Und auch sonst wollen Freunde und Kollegen nichts unversucht lassen: „Wir arbeiten weiter an der Möglichkeit, die Radiosender und Akte XY oder ähnliches mit einzubeziehen.“

Über Lars Mittanks fluchtartiges Verlassen des Flughafens schreibt sein Arbeitskollege Sandro Zenker-Wandschneider auf Facebook: „Es ist bekannt, dass er sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund seiner Verletzung in keiner guten Verfassung befand. Wer Lars kennt, weiß dass er unter normalen Umständen niemals so gehandelt hätte. Es ist also davon auszugehen, dass er desorientiert sein könnte.“

Seine Mutter klammert sich an den kleinen Hoffnungsschimmer, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Ihr Sohn, überlegt sie, könnte versuchen, auf dem Landweg nach Haus zu kommen.

>Sachdienliche Hinweise an: info@detektei-guetig.com
 

 

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erstellt am 25.Aug.2014 | 12:58 Uhr

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