zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 19:32 Uhr

Spiegel kreativer Vielfalt im Kreis

vom

Kunstgriff präsentiert Beiträge von über 200 Künstlern

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Dithmarschen | "Kunstgriff" ist in Dithmarschen längst zu einem festen Ereignis geworden. Eine Konstante, die dennoch eine immer neue Vielfalt bietet. Zum zwölften Mal zeigen Künstler 17 Tage lang ihre Werke. An 22 Orten und 59 Veranstaltungen werden vom 30. August bis 19. September Bilder, Musik, Skulpturen oder gruselige Filme wie "Der Hammelkopfmörder" von Eve Wiemer und Dieter Oeding präsentiert.

Das Ehepaar aus Bunsoh ist von Anfang an beim Kunstgriff mit dabei und nach wie vor von dem Kulturprojekt begeistert. Allein der Katalog sei unbezahlbare Werbung, erzählt Oeding, der drei Jahre lang für die Fertigstellung seines Films brauchte und ihn beim Kunstgriff zum ersten Mal vorstellt. "Kunstgriff ist in Dithmarschen das zentrale Ausstellungsereignis", erzählt der Künstler, der seine Arbeiten überwiegend in Hamburg und Berlin verkauft. Umso wichtiger ist es für ihn, über Kunstgriff auch Menschen aus der Region für seine Kunst zu interessieren.

Über 200 Berufs- und Freizeitkünstler aus Dithmarschen - aber auch aus Hamburg, Steinburg, Pinneberg und Nordfriesland - sind in diesem Jahr bei der "Kulturbürgerbewegung" mit dabei. Wesentlich mehr als im vergangenen Jahr. Martin Gietzelt, Leiter des Vereins Dithmarscher Volkshochschulen, vermutet, dass die organisatorische Umstellung zur Verunsicherung geführt hatte. Das Netzwerk für Maler, Bildhauer, Grafiker oder Lyriker hat längst über die Kreisgrenzen hinaus Bekanntheit erlangt. Sogar bis nach Kiel. Zur Eröffnung hält Kulturministerin Anke Spoorendonk die Laudatio.

Von Gietzelt wurde zwar ein wenig an der Sparschraube gedreht. Weniger Plakate, Aufkleber und Karten verschwinden komplett. Und die jurierte Jahresschau ist ebenfalls ein Opfer des Rotstifts geworden. An dem Konzept hat sich dagegen nichts geändert - "das ist richtig und passend". Kurz gesagt, lautet dies: Erlaubt ist, was gefällt. Vorgegebene Themen oder Bewertungen gibt es nicht. Die Entscheidung trifft das Publikum. Landrat Dr. Jörn Klimant ist überzeugt: "Kunstgriff fördert Kreativität und Neugier." Und für Martin Gietzelt steht fest: "Lebensqualität im ländlichen Raum ist immer auch eine Frage der kulturellen Vielfalt der Regionen."

Fester Bestandteil ist die Kunstgriff-Rolle, die den Kunstgriff traditionell beendet. Verantwortlich dafür ist die Heider Regisseurin Martina Fluck, die sich das ganze Jahr über 500 Kurzfilme anschaut, um die besten 13 Filme am Sonntag, 15. September, ab 11 Uhr im Stadttheater in Heide zu zeigen. Besonders froh ist Fluck darüber, dass sie auch einen Film von Schülern des Berufsbildungszentrums Dithmarschen zeigen kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen