Spender von Stammzellen gesucht – Metalheads machen eifrig mit

Roy Flemming (26) aus Berlin nimmt an der Typisierung  teil. „Ich spende regelmäßig Blut und hoffe, auch so einmal helfen zu können.“
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Roy Flemming (26) aus Berlin nimmt an der Typisierung teil. „Ich spende regelmäßig Blut und hoffe, auch so einmal helfen zu können.“

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30. Juli 2014, 17:32 Uhr

Apfel-, Kirsch- oder Nusskuchen – die Auswahl ist groß. Genauso groß wie das Interesse. Bereits zum fünften Mal verkaufen einige Frauen aus Wacken Kaffee und Kuchen zu Gunsten der Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS. Andrea Breidenbach, Marina Hühne und Wiebe Kruse stehen an diesem Morgen am Stand in der Hauptstraße 58 nahe der Tankstelle und können sich über mangelnden Absatz nicht beklagen.

„Viele Menschen aus dem Dorf machen mit, haben Kuchen gebacken und bringen sie vorbei“, sagt Andrea Breidenbach. Der Kaffee wird von Edeka-Boll gespendet.

Die Frauen weisen ihre Kundschaft bei Kaffee und Kuchen auf die Typisierungsaktion auf dem Wacken-Gelände hin. Auch dies hat einen lokalen Bezug. Die 13-jährige Tochter des WOA-Produktionsleiters Thomas Hess, Melissa, ist an MDS erkrankt und braucht einen Spender. Dass solch eine Aktion erfolgreich sein kann, zeigt sich bei WOA-Besucher Nils. Der 33-Jährige hat bereits eine Transplantation erhalten, ist inzwischen geheilt kann beim Festival wieder rocken. Ein weiterer Fall ist der Sechsjährige Jendrik, dessen Familie mit Wacken-Organisator Holger Hübner befreundet ist. Für den kleinen Jungen aus Breitenberg gab es in der Vergangenheit eine öffentliche Registrierungsaktion, zu der über 2000 Spender kamen.

Jenrik hat inzwischen einen Spender gefunden, viele andere suchen noch verzweifelt. Deshalb gibt es erstmalig auf dem Festival die Möglichkeit, sich über das Thema Blutkrebs zu informieren und sich als möglicher Spender von Stammzellen typisieren zu lassen.

Die Aktion findet bis zum 2. August täglich von 12 bis 18 Uhr auf dem Festivalgelände beim Wacken Foundation Camp (27) statt. Registrieren können sich Besucher aus Deutschland sowie internationale Besucher die maximal 50 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt wohnen. Weitere Infos: www.dkms.de.



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