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Wattolümpiade : Spendensegen hilft Krebsbetroffenen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbüttel: Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft und Onkologischer Arbeitskreis des Westküsten Klinikums Heide bekamen Geld von der Wattolümpiade und der Aktion Stark gegen Krebs.

Es war ein ganz großer und emotionaler Moment für alle beteiligten: Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft und der Onkologische Arbeitskreis des Westküsten Klinikums Heide (WKK) nahmen Spenden in Gesamthöhe von 26 000 Euro in der Galerie Rusch in empfang.

„Es ist geschafft! Mit der neunten Wattolümpiade haben wir die magische Marke von 200 000 Euro geknackt“, freute sich Michael Behrendt, Präsident des für den Deutschen Bürgerpreis 2013 vorgeschlagenen Wattolümpiade-Vereins. Seit 2004 machen sich die engagierten Vereinsmitglieder nicht nur im Rahmen der Wattolümpiade, sondern auch im Zuge weiterer Spendenaktionen für Projekte zugunsten Krebsbetroffener und deren Angehöriger stark. Die seither gesammelten Spendengelder in Höhe von 206 000 Euro wurden im kompletten Umfang weitergeleitet, sodass unter anderen zwei Krebsberatungsstellen in den Westküstenkliniken sowie ein zweites Sterbezimmer im WKK-Brunsbüttel eingerichtet werden konnten.

Es sah beinahe so aus, als wüsste die Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft Katharina Papke gar nicht so recht, wie ihr geschieht. Mit dem Wettkampfleiter der Wattolümpiade, Oliver Kumbartzky, dem Vorsitzenden des Vereins Stark gegen Krebs, Dr. Bernd Schmude, und Freimaurer Jens Rusch reihten sich gleich drei engagierte Männer ein, um der Krebsgesellschaft eine Gesamtspendensumme in Höhe von 16 000 Euro zu überreichen.

Auf den ersten Blick erscheint diese Summe beinahe unbedeutend. Doch dieses Geld trägt maßgeblich dazu bei, dass die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft ihr um eine Sprechstunde für Krebspatienten und deren Angehörige erweitertes Beratungsangebot auch weiter aufrechterhalten kann und Menschen geholfen wird.

Als wäre das nicht genug, bat Jens Rusch zusätzlich Dr. Dieter Mustroph auf die Bühne. Aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des Wattolümpiade-Verein Dirk Passarge nahm dieser stellvertretend für den Onkologischen Arbeitskreis des WKK Heide eine Spende in Höhe von 10 000 Euro in Empfang. „Auf Wunsch der Veranstalter der Wattolümpade werden wir diese Spende zum Ausbau einer Angehörigenwohnung in der neuen Palliativ-Station verwenden“, so Mustroph.

„Nichts ist für einen austherapierten Krebs-Patienten auf seinem letzten Weg wichtiger, als Menschen um sich zu haben, die ihn lieben“, so Jens Rusch, Initiator der Wattolümpiade und der Brunsbütteler Krebsinformationstage.

Lang anhaltenden Beifall gab es für die Spenden von den zahlreichen Besuchern, die sich im Rahmen der 5. Brunsbütteler Krebsinformationstage zu einem Mutmach-Vortrag unter der Leitung des Frankfurter Arztes Dr. Bernd Schmude in der Galerie Rusch eingefunden hatten. Schmude, der selbst an Krebs erkrankt ist, lieferte den Zuhörern nicht nur einen kleinen Einblick in seine persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung, sondern wissenschaftlich unterlegte Erkenntnisse über das Zusammenspiel zwischen Körper und Psyche.

„Ich bin der Meinung, das Leben ist viel zu schön, um aufzugeben“, betonte Bernd Schmude, dem Ärzte aufgrund seiner Erkrankung eine Lebenserwartung vorausgesagt hatten, die er bereits um viele Jahre überschritten hat. „Akzeptieren Sie die Diagnose, aber niemals die Prognose eines Arztes und geben Sie die Hoffnung nie auf“, gab er seinen Zuhörern einen gut gemeinten Ratschlag mit auf den Weg.

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erstellt am 31.Aug.2013 | 06:00 Uhr

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