Spendenprojekt erfolgreich beendet

Sie haben sich besonders für das Projekt engagiert (v.l): Ludger Walterbusch, Barbara Reisemann, Klaus Schütt, Jens Stapelfeld, Peter Mohr und Peter Kruse.
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Sie haben sich besonders für das Projekt engagiert (v.l): Ludger Walterbusch, Barbara Reisemann, Klaus Schütt, Jens Stapelfeld, Peter Mohr und Peter Kruse.

Sport-Schipper-Verein sammelt mehr als 36 000 Euro für die Ausbaggerung des verschlickten Hafens

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05. März 2017, 16:28 Uhr

Es war ein ehrgeiziges Ziel und es ist geschafft. 34  000 Euro mussten zusammenkommen, um den verschlickten Sporthafen an der Störmündung in Borsfleth ausbaggern zu können. Da der Sport-Schipper-Verein in diesem Jahr damit überfordert war, rief er zu einer Spendenaktion auf. Auf der Online-Plattform „www.wir-bewegen.sh“ der Investitionsbank Schleswig-Holstein hatten die Segler ein Crowdfunding-Projekt eingestellt. Bis zum 4. März um 24 Uhr lief die Aktion.

Bereits drei Stunden vorher waren viele Vereinsmitglieder ins Gemeindehaus gekommen, um das Finale gemeinsam zu feiern. Es war fast so wie Silvester. Auf einer Leinwand wurde der Countdown miterlebt. Und am Ende waren 36  056 Euro zusammen gekommen. Das Spendenziel wurde um sechs Prozent überschritten, 144 Spender hatten das Projekt unterstützt.

Vereinsvorsitzender Ludger Walterbusch war erleichtert: „Jetzt bin ich nur noch glücklich, aber zwischendurch war ich schon sehr angespannt.“ Angespannt war er deshalb, weil das Vorhaben zwischenzeitlich schon mal auf Messers Schneide stand. Als er bei der holländischen Baggerfirma van Oord anfragte, wann die Ausbaggerung erfolgen kann, bekam er als einziges mögliches Zeitfenster nur einen Termin Ende Februar. „Da hatten wir das Geld aber noch gar nicht zusammen und auch noch keine Genehmigung. Das spezialisierte Spülbaggerschiff Jetsed der Reederei van Oord ist aber das einzige, was für uns in Frage kommt.“

Er musste sich schnell entscheiden. Die Genehmigung lief unproblematisch, und das Spendenaufkommen nahm einen dynamischen Verlauf. Mit dem Risiko der Unterfinanzierung wurde der Auftrag erteilt. Die Reederei kam dem Verein entgegen und spendete die Kosten für die Arbeiten einer Tide. Gearbeitet werden konnte nur, wenn genügend Wasser im Hafen war, um die 80  000 Kubikmeter Schlick wegzuspülen. Ludger Walterbusch ist mit der Zusammenarbeit durch die Projektpartner Investitionsbank und Sparkasse Westholstein, die sich mit 500 Euro beteiligt hat, sehr zufrieden. „Die meisten Spender sind aber anonyme Einzelpersonen, oft aus unserem Verein, bei denen ich mich ganz herzlich bedanke“.

Aber die Spülaktion wird den Hafen nicht dauerhaft tidenunabhängig machen. „Jeden Tag müssen wir mit einer Aufschlickung von einem Zentimeter rechnen, Tendenz zunehmend. Aber beim nächsten Mal wollen wir das Ausbaggern wieder von unserem Vereinskonto finanzieren.“

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