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Norddeutsche Rundschau

23. Juni 2017 | 00:31 Uhr

SHMF in ITzehoe : Spektakulär und funkelnd

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Schleswig-Holstein Musik Festival bringt zwei herausragende Konzerte nach Itzehoe.

Mit zwei hochkarätigen Konzerten gastiert das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) in diesem Sommer in Itzehoe. Hochkarätig bedeutet hier: außergewöhnliches Programm mit exquisiten Künstlern. In St. Laurentii tritt der NDR-Chor unter Leitung von Philipp Ahmann mit der Harfenistin Sophia Whitson in einem Nachtkonzert am Sonnabend, 15. Juli, ab 21 Uhr auf. Geboten werden unter anderem Werke von Ravel, Debussy, Milhaud und Poulenc.

Vier Wochen später, am Sonnabend, 12. August, 20 Uhr, gastiert das Venice Baroque Orchestra mit der Sopranistin Silvia Frigato und dem Mandolinen-Virtuosen Avi Avital im Theater. Dort gibt es Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, den vielgehörten Barock-Klassiker, allerdings in einer Version, in der die Solo-Violine von Avi Avitals Mandoline übernommen wird. Zudem garniert Avi Avital den Vivaldi mit venezianischen Gondelliedern, die in Vivaldis Jahreszeiten eingefügt werden. Von diesem „absoluten Top-Projekt“ zeigte sich der Leiter der künstlerischen Planung des Festivals, Frank Siebert, so begeistert, dass er zum Attribut „spektakulär“ griff.

Avi Avital, dem das diesjährige Solisten-Porträt des Festivals gilt, sei ein „Künstler zum Anfassen“, ein „Brückenbauer zwischen Musik und Publikum“. Das von ihm initiierte Vivaldi-Gondellieder-Cross- over sei ein „Herzensprojekt“ des jungen Israeli. Er gilt als einer der führenden Botschafter für die Mandoline und war maßgeblich daran beteiligt, ihr den Weg auf die große Bühne zu ebnen. Als erster Mandolinist wurde Avital für eine Auszeichnung mit dem Musikpreis Grammy nominiert.

Ebenso schwärmerisch sprach Frank Siebert von der Chornacht in St.  Laurentii: „Ruhe der Nacht, Kühle des Abends, weites Funkeln des Firmaments“ – eine derartige Stimmung könnte der NDR Chor auch deswegen in der St.  Laurentii-Kirche erzeugen, weil Ravels „Trois Chansons“ von der Harfenistin Sophia Whitson begleitet werden, einer vielfach ausgezeichneten Künstlerin, die imstande sei, die Ergriffenheit einer unmittelbaren Naturerfahrung auf ihrem Instrument zum Ausdruck zu bringen. Die vielfach ausgezeichnete Musikerin war Solo-Harfenistin am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und bei den Bielefelder Philharmonikern. Seit 2010 ist sie ständige Aushilfe bei den Hamburger Symphonikern und seit 2014 beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Für Frank Siebert bilden die beiden Itzehoer Konzerte das Festival als Teil des Ganzen ab. Itzehoe erlebe ein „Festival im Kleinen“, denn sowohl mit Avi Avital, den das Festival als Künstler präsentiere, als auch mit der Musik Maurice Ravels, die den programmatischen Schwerpunkt des Festivals bilde, sei für Itzehoe ein herausragendes Programm entwickelt worden. In diesem Zusammenhang dankte Siebert den vielen Itzehoer Sponsoren und Förderern, die dank des nachhaltigen Engagements von Achim Thöle (Sparkasse Westholstein) und Thiess Johannssen (Itzehoer Versicherungen) seit drei Jahren für die finanzielle Absicherung des hochwertigen Konzertangebots sorgten.

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