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Norddeutsche Rundschau

23. September 2017 | 15:07 Uhr

Oldtimer : Spektakel für Lanz-Bulldog-Fans

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

12 000 Besucher strömten gestern bei schönstem Frühlingswetter zur traditionellen Schlepperparade nach Brokstedt

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Bei der Schlepperparade im Holsteinring in Brokstedt war gestern wieder lautes Spektakel angesagt. Der Lanz-Bulldog-Club Holstein hatte zum „42. Lanz-Bulldog-Treffen“ eingeladen. Wie immer am Himmelfahrtstag Christi Himmelfahrt pilgerten bei schönstem Frühlingswetter mehr als 12  000 Oldtimerfans in das weite Oval und konnten gar nicht genug bekommen von historischem und nostalgischem Schlepp- und Maschinenwerk.

Mehr als 800 Oldtimer-Traktoren sowie historische Landtechnik waren diesmal ausgestellt. In der Sonderschau waren in diesem Jahr „Straßenschlepper“ zu betrachten. Die historischen Gefährte wurden wie gewohnt von den Nostalgie-Enthusiasten gepflegt, so auch von Otto Böttjer aus Bad Bramstedt aus dem veranstaltenden Lanz-Bulldog-Club. Gemeinsam mit einem Dutzend weiterer Clubmitglieder präsentierte er historische Maschinen aus der Landwirtschaft und die Technik der „Transmission“, bei der eine Maschine wie etwa ein Trecker eine andere Maschine über riesige Keilriemen antreibt. So etwa einen Steinbrecher für eine Schmiede um das Jahr 1900 und weitere Drechselmaschinen. „Das Interesse beim Publikum ist riesig“, sagte Otto Böttjer. „Ich komme gar nicht hinterher mit den Nachfragen.“

Seinen selbst restaurierten zehn-Liter Hubraum Glühkopf-Bulldog aus dem Jahr 1935 präsentierte Dirk Peters (45) aus Kummerfeld (Kreis Pinneberg). Sein Gefährt erstrahlte nach der Frischekur wieder im charakteristisch grauen Lack. „Das war damals mit 35 PS die stärkste Maschine ihrer Art“, sagte er, selbst im Vorstand des Vereins tätig.
Ursprünglich aus Rostock kommend, wurde der Trecker noch bis in die 80er Jahre hinein eingesetzt. „Ich habe jede einzelne Schraube restauriert“, erklärte er. „Nun läuft er wieder wie ein Uhrwerk.“ Und Dirk Peters baut schon am nächsten, baugleichen Modell. „Das hat 20 Jahre in Kellinghusen auf dem Schrott und 30 Jahre im Regal gestanden.“ Die Organisatoren waren über die Bedingungen und die Besucherzahlen mehr als zufrieden. So sagte Anke Borweg, die Frau des Vereinsvorsitzenden: „Durch das schöne Wetter hatten wir eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr zu verzeichnen.“ Und Dirk Witt aus dem Vorstand ergänzte: „Auch der Floh- und Teilemarkt war wie jedes Jahr wieder gut besucht.“

Dieser bot vor dem Stadion erneut Nützliches und Skurriles, Brauchbares und Ausgefallenes zum Thema Werkzeug und Ersatzteile an. Da stand beispielsweise Coen Kuipers aus den Niederlanden mit Ersatzteilen für Lanz-Bulldog, war jedoch nicht ganz zufrieden.„Es gibt viele interessierte Besucher, aber nicht jeder kauft etwas“, sagte er. „Trotzdem hat es wieder Spaß gemacht. Und ich bin auch beim nächsten Mal dabei“, kündigte er an, als er am Nachmittag begann, seinen Stand wieder abzubauen.

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