HipHop und EDM in Brokstedt : Speedway Music Festival: Wo Haftbefehl in der Menge badet

Suchbild mit Haftbefehl: Die Fans feiern den Musiker in der Menge.

Suchbild mit Haftbefehl: Die Fans feiern den Musiker in der Menge.

HipHip und EDM auf dem Holsteinring in Brokstedt: Mit der Neuauflage hat sich Speedway Music Festival vergrößert.

shz.de von
19. August 2018, 18:22 Uhr

Brokstedt | Satte Beats, spritzige Live-Auftritte und aufwendige Lightshows auf dem flachen Land, wo sonst Speedwayfahrer mit den Rädern ihrer Maschinen den Sand ins Publikum schießen: An diesem Wochenende erlebten mehr als 4000 Besucher am Holsteinring in Brokstedt (Kreis Steinburg) ein besonderes Sound- und Licht-Ereignis mit einem Touch von Ibiza.

Das „2. Speedway Music Festival“ mit 21 internationalen Acts sorgte bei mildem Sommerwetter für ein stimmungsvolles musikalisches Erlebnis, das mit EDM (Electronic Dance Music) und Hip Hop zwei bedeutende Musikrichtungen vereinte. Unter anderem Künstler wie „Klingande“, DJ „Watermät“ und DJ Jan Leyk im EDM-Sektor sowie die Hip Hop-Truppe „Haftbefehl“ oder die DJs „Benice“, Donovan und „Chico G“ rockten die Bühnen – von mittags bis tief in die Nacht hinein.

Nach dem ersten Versuch im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter nun noch einmal eine Schippe draufgelegt und wollten das Ereignis auf fast die doppelte Größe anwachsen lassen, haben die Bühnen vergrößert und auch weitere Künstler aufgesattelt.

„Haftbefehl“ wird heftig gefeiert

Die passende Location dafür hatte Veranstalter John Mahlmann aus Hamburg mit dem Oval im Holsteinring gefunden. Rasant wurde es hier sowohl musikalisch als auch optisch. Viele der Interpreten stellten trotz der überwiegend elektronischen Tanzmusik der DJs auch den Live-Charakter ihrer Auftritte in den Vordergrund.

Noch bei Tageslicht hatten die Headliner im Hop Hop, „Haftbefehl“, die Bühne gerockt und die Fans mit ihrer Show in Begeisterung versetzt – das allerdings so sehr, dass der Versuch, sich singend ins Publikum zu begeben, abgebrochen werden musste, da zu viele Fans auf einmal mitfeiern wollten.

Mit einsetzender Dunkelheit fügten dann die Lichtshows der Stimmung noch ein weiteres visuelles Element hinzu. Der französische DJ „Klingande“, bekannt durch seinen Hit „Jubel“, der auf Youtube schon mehr als 160 Millionen Mal angeklickt wurde und der auch schon mit Größen wie David Guetta aufgetreten ist, überzeugte in seinem Live-Set, bei dem er seine Songs von Saxophon (gespielt von Arnold Pol), E-Geige und E-Gitarre (gespielt von Renato Marquez) begleiten ließ. „Ich bin gerne in Deutschland, weil ich hier mit meinen Songs bekannt geworden bin“, sagte er. Auch DJ „Watermät“, mit seinem Hit „Bullit“ schon auf 24 Millionen Youtube-Klicks gekommen, sowie DJ Jan Leyk erzielten viel Aufmerksamkeit und riefen großen Applaus bei den Fans hervor.

HipHop oder EDM?

Die riesigen Leinwände auf der Bühne, die es den Künstlern erlaubten, ihre Musik mit eigenen oft farbintensiven Bewegbildern zu untermalen, sorgten in Kombination mit den Lichtshows durch Scheinwerfer und Strahler für das allumfassende Erlebnis, in dem sich die Fans auch schon mal verlieren konnten.

Die Besucher aus der jeweiligen Szene mischten sich bunt durcheinander, in Neonfarben und zuweilen auch schrägen Outfits. Obwohl die Musikrichtungen eigentlich miteinander harmonierten, gab es auch gegensätzliche Meinungen bei den Fans.

Stefanie Herrschildt aus Hamburg und Melanie Pallentin aus Buxtehude etwa waren wegen des Hip Hop-Headliners „Haftbefehl“ gekommen. „Der liegt bei uns ganz vorn“, so Stefanie.

Mona Schiefer-Jansen, Theresa Hornebrger und Sina Piotraschke aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde waren hingegen von der EDM-Fraktion. „Wir sind hier vor allem wegen der DJs“, so Mona. In ihre eigens mitgebrachten Wasserpistolen hatten sie Schnaps gefüllt – eine Erfrischung der ganz eigenen Art.

Hände hoch zur Erfrischung der ganz eigenen Art (v.l.) Mona Schiefer-Jansen, Theresa Hornebrger und Sina Piotraschke aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde hatte ihre Wasserpistolen mit Schnaps aufgefüllt.
Ludger Hinz

Hände hoch zur Erfrischung der ganz eigenen Art (v.l.) Mona Schiefer-Jansen, Theresa Hornebrger und Sina Piotraschke aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde hatte ihre Wasserpistolen mit Schnaps aufgefüllt.

 

Das Musikprogramm erhielt auf dem Gelände eine akustisch-optisch-kulinarische Rundumversorgung mit Lounge- und Massage Bereich, einer Shisha Area, mit Dance Acts, Pyrotechnik und Feuerwerk, Getränkeständen und Food Trucks, die bei den Besuchern großen Anklang fanden.

Veranstalter John Mahlmann konnte sich über den erneuten Erfolg freuen: „Wir haben hier den perfekten Ort für unsere Party gefunden und werden sie auch im kommenden Jahr wiederholen“, kündigte er schon einmal an. Termin: „3. Speedway Music Festival“: Sonnabend, 18. August 2019.

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