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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 08:44 Uhr

SPD Wilster für Koalitionsvertrag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Berliner Themen bestimmen Diskussionen auf der Mitgliederversammlung / Treue Mitglieder für 275 bei den Sozialdemokraten geehrt

von
erstellt am 03.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Der Koalitionsvertrag mit der Union war das bestimmende Thema der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Wilster in der Gaststätte „Neue Börse“. Unter den Gästen war Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen. Im Zuge einer Probeabstimmung sprach sich die Mehrheit der Teilnehmer für eine Unterzeichnung des schwarz-roten Abkommens aus. Es gab jedoch auch Gegner dieser Vereinbarung. Das „Trauma“ der letzten großen Koalition von 2005 steckt noch so manch einem Sozialdemokraten tief in den Knochen. „Aus dem damaligen Bündnis sind wir als Verlierer hervorgegangen. Alle Errungenschaften, auch die Unsrigen, hat sich die Union damals erfolgreich auf ihre Fahnen geschrieben und somit Wählerstimmen gewonnen, während wir Wähler verloren haben“, erklärte Kirsten Hillebrecht-Kahl. Im Falle einer Koalition dürfte dies nicht noch einmal passieren, mahnte sie.

Kritik wurde darüber hinaus an den Formulierungen einzelner Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag geübt. Nur wenige Punkte seinen wirklich verbindlich, der Rest des Vertrages sei zu schwammig formuliert und mit Widersprüchen behaftet, so die Kritiker. Sie würden sich lieber in der Rolle der starken Opposition sehen, als einen Schmusekurs mit der CDU und CSU einzuschlagen. Bei Neuwahlen würde die SPD als „Buhmann“ dastehen und wohlmöglich noch mehr Wähler verlieren, waren sich die Mitglieder der Wilsteraner SPD indessen einig.

„Wenn schon eine Koalition, dann aber mit einer Ausstiegsklausel“, forderte Reinhard Bunge. Sollte es der Parteiführung während der ersten Hälfte der Regierungszeit nicht gelungen sein, eigene Ziele umzusetzen, müsste man der Partnerschaft den Rücken kehren können. Das sei wichtig, um nicht den Status als Volkspartei zu verlieren.

Die Fürsprecher der Koalitionsvereinbarung mahnten zur Zurückhaltung. „Dafür, dass wir nur 25 Prozent der Wählerstimmen geholt haben, sind doch eine Menge unserer Forderungen im Vertrag enthalten“, hieß es aus der Runde. Die nächsten vier Jahre hätte die Parteispitze die Möglichkeit mitzuregieren und sich noch weiter einzubringen.

>Geehrt wurden: 10 Jahre: Kristina Ahne, Natascha Böhnisch, Ursula Hira; 25 Jahre: Bärbel Rautenberg- Dunkel, Sönke Stark, Thomas Suhl; 30 Jahre: Kirsten Hillebrecht-Kahl, Ursula Auermann; 35 Jahre: Anneliese Marler, Jade Lehr; 40 Jahre Klaus Audid.

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