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SPD reagiert: CDU kündigt friedliches Miteinander auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vorsitzende weist Kritik und Vorhaltungen der Christdemokraten zurück

Zwischen SPD und CDU herrscht offenbar zunehmend dicke Luft. „In der Vergangenheit haben wir auf ein harmonisches Miteinander mit der herrschenden Partei in unserer Stadt gesetzt. Diese friedliche Zusammenarbeit kündigt die CDU uns jetzt auf, in dem sie uns diffamiert, beleidigt und teilweise ins Lächerliche zieht“, reagiert SPD-Vorsitzende Natascha Böhnisch jetzt auf jüngste Kritik und Vorhaltungen aus den Reihen der Christdemokraten.

Im Rahmen ihrer Jahresversammlung hatte die CDU sich als der Ideengeber für Initiativen in der Stadt positioniert und der SPD Tatenlosigkeit unterstellt. Das wollen die Genossen nicht auf sich sitzen lassen. Böhnisch: „ Wir fragen uns ernsthaft, welche CDU-Ideen gemeint sind und was die CDU veranlasst, über uns in dieser Weise Lügen zu verbreiten. Wir mischen bei allen Themen mit, auch wenn unsere Meinung nicht immer gefragt ist. Uns Sozialdemokraten ist klar geworden, dass die hiesige CDU keinen Wert auf ein gutes Miteinander legt.“

Zu einem kurzen Disput war es auch in der März-Sitzung der Ratsversammlung gekommen, als es um die Wasserversorgung der Stadt ging. Vertreter der CDU hatten moniert, dass es ein Fehler gewesen sei, das Wasserwerk in Kleve zu bauen. Dazu Natascha Böhnisch: „Wir sollten froh darüber sein, dass die Wasserversorgung noch in unseren Händen und damit in unserem Zuständigkeitsbereich liegt und wir nicht von privaten Unternehmen abhängig sind.“ Auch bezüglich der Energieversorgung habe die SPD für eine Eigenständigkeit der Stadtwerke gekämpft. Die SPD-Wilster werde weiterhin darauf achten, dass im Zuge der nötigen Fusion zur Stadtwerke Steinburg GmbH städtischer Einfluss erhalten bleibt. „Dann bestimmen wir und nicht andere über unsere Versorgung!“

Gerade im Bereich der finanziellen Misere der Stadt, so die Sozialdemokratin weiter, habe die SPD konstruktive Vorschläge gebracht und sogar umgesetzt. „Wenn es nach der CDU gegangen wäre, gäbe es unser Wahrzeichen das Alte Rathaus nur noch abgestützt. Durch die Gründung eines Fördervereines ist es uns gelungen dieses zu erhalten.“ Der Vorstand und die Mitglieder sowie Spender sorgten dafür, dass die historischen Gebäude (Altes Rathaus, Neues Rathaus) erhalten bleiben und somit Touristen in unsere Stadt kommen. „So erhalten wir auch die Kaufkraft in Wilster.“

Die Sprecherin wirft die Frage auf, was die CDU bislang hierfür getan habe? Als es um den Neubau der Kindertagesstätte Schwalbennest sei es maßgeblich die SPD gewesen, die einen Neubau mit vorangebracht habe. Denn nur eine vernünftige Infrastruktur – Kindertagesstätte, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte sorgten für die nötige Attraktivität, dass die Bevölkerungszahl wieder wächst und die Stadt für Familien interessant wird. „Gemeinsam haben wir die wichtigen Investitionen – Kindertagesstätte, Sportplatz, Straßenbau – beschlossen, obgleich wir den Kampf mit dem Landrat eingehen, der uns unsere finanziell schlechte Situation vorhält.

Aber wie sollen wir aus der Krise herauskommen, wenn wir nicht investieren. Wir müssen Menschen gewinnen, die in unsere Stadt ziehen, das schaffen wir nur, wenn wir attraktiv sind.“ Abschließend stellt Natascha Böhnisch fest, dass ihre Partei alles andere als tatenlos sei.

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erstellt am 23.Apr.2015 | 15:55 Uhr

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