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Sportplatz Molenkiekergang : SPD fordert Aus für neues Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Mitglieder vom Glückstädter Hauptausschuss vertagen Diskussion über Baugebiet.

Die SPD will das Aus für das geplante Baugebiet am Molenkiekergang. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt im Hauptausschuss beraten. Schützenhilfe kam von den Piraten und den Grünen. Alle drei Fraktionen sehen aus finanziellen Gründen keine Zukunft für das Projekt. Denn ein Investor, der das jetzige Sportgelände von der Stadt kaufen würde, hat nur sieben Euro pro Quadratmeter geboten. Anders CDU und FDP: Deren Ausschussmitglieder überzeugten letztlich mit ihren Argumenten, dem Projekt Baugebiet noch eine Chance zu geben. Hartmut Sierck (SPD) ließ sich darauf ein, den Antrag auf den Februar zu vertagen.

Zwei Faktoren stören die SPD: Die Kosten von vier Millionen Euro für ein neues Sportzentrum im Marineviertel. Und dass diesen kein Erlös aus einem Baugebiet entgegensteht. Wie berichtet, lehnt die Kommunalaufsicht ab, dass die Stadt selbst das Baugebiet entwickeln darf. Möglich ist dies nur über einen externen Erschließungsträger. „Eine wirtschaftliche Lösung ist nicht darstellbar“, begründete Hartmut Sierck (SPD) seinen Antrag. „Wir sollten das Thema Baugebiet begraben.“ Stattdessen sollten die jetzigen Fußballplätze saniert werden. „Wer ein totes Pferd reitet, sollte absteigen“, pflichtete Dr. Siegfried Hansen (Piraten) ihm bei. Uwe Mertens (Grüne) wiederum sprach von einem „schwammigen Boden“, auf dem sich das Projekt bewegen würde.

Einigkeit bestand darin, dass das Angebot des Investors nicht den Vorstellungen der Kommunalpolitiker entspricht. Krafft-Erik Rohleder (CDU) nannte es „einen Wahnsinn“, erklärte aber, dass ein Baugebiet notwendig für Glückstadt sei. Zudem sollte die Erklärung des ETSV Fortuna abgewartet werden. Sein Fraktionskollege Horst Meiners: „Da versucht uns einer über den Tisch zu ziehen.“ Für einen „Appel und ein Ei“ würde er das „Filetstück“ von Glückstadt nicht hergeben. Er riet dazu, nicht so früh aufzugeben. „Von einem falschen Signal“ sprach Ralf Krüger (FDP) in Bezug auf ein Aus für das Baugebiet. Stefan Goronczy wiederum warf den Aspekt Einkommenssteuer und Schlüsselzuweisungen in die Debatte. Glückstadt würde von neuen Mitbürgern diesbezüglich finanziell profitieren. „Wir rechnen über Jahrzehnte, damit die Stadt vorankommt.“

Bürgermeister Gerhard Blasberg betonte, dass er sich nicht in die politische Diskussion einmischen wolle. Im Gegensatz zu den Mitgliedern im Hauptausschuss fand er 80 Euro pro Quadratmeter Kosten für Erschließung und Abbruchkosten auf dem Sportgelände am Molenkiekergang realistisch. Er verteidigte damit den Erschließungsträger, der das Angebot unterbreitet hatte. Zudem plädierte er dafür, das Thema Sanierung Sportplätze gesondert zu behandeln. Der ETSV könne sich nicht einfach zurücklehnen und nichts tun. „Ich erwarte, dass sich der ETSV finanziell beteiligt.“

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erstellt am 23.Okt.2013 | 17:15 Uhr

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