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Kommunalpolitik : SPD-Chef ehrt langjährige Genossen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Oberwahlkämpfer“ Otto Andresen in Wilster mit der Schleswig-Holstein-Medaille ausgezeichnet. Ralf Stegner zur Flüchtlingspolitik: „Mit ein bisschen mehr Vielfalt kommen wir zurecht“

Mit der höchsten Auszeichnung, die die Landes-SPD zu vergeben hat, ist der Wilsteraner Otto Andresen (79) geehrt worden. Der Landesvorsitzende der Sozialdemokraten und stellvertretende Bundesvorsitzende Ralf Stegner überreichte ihm auf der Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Neue Börse“ die Schleswig-Holstein-Medaille der SPD. Im März nächsten Jahres kann Otto Andresen auf seine 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD zurückblicken. Ebenso lange ist er Mitglied der IG Bau. „Die Gewerkschaft und die SPD werde ich solange ich lebe nicht verlassen“, versprach Andresen.

Dieser, so blickte Ralf Stegner zurück, habe sich in den zurückliegenden Jahrzehnten vielfältig in der SPD engagiert: als Ratsherr und Stadtrat, als Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse und in der Arbeiterwohlfahrt, als 2. Vorsitzender der Wilster-Liedertafel und aktiver Sänger und immer noch als Leiter der Senioren-Radfahrergruppe. Ralf Stegner bezeichnete ihn voller Anerkennung als „Oberwahlkämpfer“ der SPD, der viele Wahlkämpfe begleitete, Stellschilder reparierte, plakatierte und aufstellte und auch den Ex-Landtagsabgeordneten Helmut Jacobs in mehreren Wahlkämpfen unterstützte.

Mit der SPD-Medaille überreichte Ralf Stegner eine Urkunde, die neben seiner Unterschrift auch die Signaturen des Bundesvorsitzenden Siegmar Gabriel und der Ortsvorsitzenden Natascha Böhnisch trägt. Um die SPD-Ideale Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität dauerhaft zu bewahren, brauche Deutschland eine starke SPD, unterstrich Stegner.

Ebenso wie Otto Andresen erhielten sechs weitere Mitglieds-Jubilare für zusammen 165-jährige Parteitreue als Geschenk des Ortsvereins den neuen Alt-Wilster-Kalender für 2016. Die Verdienste der Jubilare würdigte Fraktionschef Helmut Jacobs. Gemeinsam mit der Vorsitzenden ehrte er Jörg Framke für zehnjährige, Carsten Schröder für 25-, Reinhard Bunge, Eike Starck und Helmut Paarmann für 30- sowie Volker Harbaum für 40-jährige Mitgliedschaft. Harbaum hatte seine sozialdemokratischen Wurzeln noch in Kleve, der Heiligenstedtener Rektor a.D. Helmut Paarmann war aktiv in der Partei und in der GEW tätig. Eike Starck und Reinhard Bunge stießen 1985 zur SPD. Beide waren viele Jahre in der Ratsversammlung und in Ausschüssen tätig, Starck ist seit 23 Jahren Vorsitzender des Finanzausschusses. Bunge kehrte nach zweijährigem Wirken als Chef der örtlichen Feuerwehr in die Kommunalpolitik zurück, war Ratsherr und Fraktionschef und arbeitet noch heute als bürgerliches Mitglied im Werkausschuss mit.

Carsten Schröder interessierte sich schon als Schüler für die Kommunalpolitik, wurde 1994 stellvertretender Kreisvorsitzender und ist seit 23 Jahren Kassierer des Ortsvereins. Der Feinoptikermeister wurde Berufsschullehrer und ist als Oberstudiendirektor seit vielen Jahren Rektor der Berufsschule in Buxtehude. Kommunalpolitisch ist er bürgerliches Mitglied im Bauausschuss. Jörg Framke wurde vor zehn Jahren Mitglied der SPD, der Awo und des Fördervereins Nowy Staw. Im Ortsverein sei er sehr aktiv und immer bereit, Aufgaben zu übernehmen, lobte Helmut Jacobs.

Natascha Böhnisch hatte die gut besuchte Versammlung mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt eröffnet. Als Gäste begrüßte sie neben Ralf Stegner die Bundestagsabgeordnete Karin Thissen und die Landtagsabgeordnete Birgit Herdejürgen. Stegner ging auf aktuelle Themen ein, bekräftigte das Einhalten der Schuldenbremse, sah in der Energiewende eine große Chance für Schleswig-Holstein, für das Klima und für gute Arbeitsplätze. Der von der SPD durchgesetzte Mindestlohn sei nur „der unterste Deckel“. Hier müsse es weiter nach oben gehen. „Das reicht noch nicht!“ Stegner lobte beim Thema Flüchtlinge „die enormen Leistungen der ehrenamtlichen Helfer und Organisationen“. „Auf Dauer kann es so nicht weitergehen!“ betonte Stegner, doch „nicht wegen der Menge der Flüchtlinge, sondern weil sie alle in so kurzer Zeit kommen“. Dennoch zeigte sich Ralf Stegner optimistisch: „Unser Land wird sich verändern, aber mit ein bisschen mehr Vielfalt kommen wir auch zurecht.“

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erstellt am 16.Nov.2015 | 05:44 Uhr

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