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Norddeutsche Rundschau

28. Juli 2017 | 18:56 Uhr

Schule : Spaziergang mit Denkanstößen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Glückstädter Schüler entwerfen wegbegleitende Schilder mit Versen und Weisheiten für die städtischen Anlagen.

„Lasst uns Brücken bauen zwischen uns und den anderen.“ Dieses Motto steht über einem Projekt, das in diesen Tagen von der Klasse 7a des Detlefsengymnasiums aus der Taufe gehoben wurde. Im östlichen Teil des Stadtparks entstand auf ihre Initiative der „Weg ohne Grenzen“.

Es handelt sich nicht um einen fußläufigen neuen Weg, sondern um wegbegleitende Schilder, auf denen Verse, Weisheiten, Denkanstöße verschiedener Religionen zu lesen sind. Ein Weg, der zum Inne halten, zum Nachdenken frei aller Zwänge, ohne Türen öffnen zu müssen anregt.

„Wir wollen, dass die Besucher des Stadtparks mit einem Lächeln durch den Park gehen“, sagt Justus Pahlen, einer der Schüler. Nicht atemlos soll dieser Gang sein, sondern eher philosophisch Ruhe und Gelassenheit verströmen.

So erklärte es auch Schuldirektor Hartmut Appel in seiner kurzen Laudatio. Vor einiger Zeit schuf die Klasse um Religionslehrerin Marina Gaenslen den Plan, ein Zeichen der Integration und Religionsfreiheit zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Tischlerei der Glückstädter Werkstätten entstanden 15 Schilder, von den Werkstätten-Mitarbeitern gebaut und im Park am Eingang hinter dem Krankenhaus, entlang des Rosengarten und Burggraben aufgestellt.

Bemalt und mit entsprechenden Sprüchen versahen die Schülerinnen und Schüler diese Schilder. Bürgermeisterin Manja Biel lobte das Projekt als „super Idee, die gerade innerhalb der 400-Jahr-Feierlichkeiten den Park aufwertet und den Glückstädtern wieder in den Fokus rückt.“

Olaf Nissen, Leiter der Werkstätten-Tischlerei: „Es hat uns viel Spaß gemacht, an diesem Projekt zu arbeiten. Für uns ist das auch ein Zeichen der Inklusion.“ In gemeinsamen Diskussionsrunden erarbeiteten die zwölf- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen eine Auswahl der Sprüche. Möglichst viele Ansichten aus Religionen und Glaubensgemeinschaften sollten sich auf den Tafeln widerspiegeln. „Atemlos“ ist jede dieser Tafeln unterschrieben. Damit ist nicht ein bekannter Schlagertext gemeint, sondern die Chance, still in sich gekehrt zwanglos über das Leben, über sich und seine Umwelt, die Natur nachzudenken. „Natürlich möchten wir gerne, dass die Schilder mindestens über die Sommerferien – wenn es geht, auch länger – stehen bleiben. Unser Appell gilt daher: „Verschont dieses Projekt vor sinnlosem Randalismus,“ lautete die Bitte der Schülerinnen und Schüler.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 05:49 Uhr

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