Spaziergang für Toleranz

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Ortsverband der Grünen will klares Bekenntnis gegen Ausgrenzung

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12. Januar 2015, 05:00 Uhr

Es wird Zeit, ein Zeichen zu setzen – auch in Itzehoe. Das findet der Ortsvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und lädt zum „Itzehoer Stadtspaziergang für eine solidarische und tolerante Gesellschaft“ ein. Er startet Sonnabend, 17. Januar, um 11.30 Uhr auf dem Berliner Platz und nimmt die Route Oelmühlengang, Viktoriastraße, Bahnhofstraße und zurück durch die Feldschmiede. Den Hintergrund erläutert Grünen-Ortsvorsitzender Karl-Heinz Zander (63, Foto).

Herr Zander, das Motto lautet „für eine solidarische und tolerante Gesellschaft“. Dominiert dieses „Für“ – oder ist es eher ein „Gegen“?
Zander: Es ist hauptsächlich ein „Für“, denn wir sollten positiv denken und uns nicht nur abgrenzen gegenüber Bewegungen, die es auf Ausgrenzung anlegen. Wir wollen sagen: Wir sind für diese Gesellschaft, in der wir hier leben, und für unsere Demokratie. Dafür gehen wir jetzt auch einmal auf die Straße und zeigen, dass es uns etwas wert ist. In letzter Zeit ist in anderen Teilen Deutschlands viel passiert. Ich nenne nur Köln, wo die Kirche die Beleuchtung des Doms abgeschaltet hat, um deutlich zu machen, dass die Bevölkerung bestimmte Dinge nicht mitmacht, die irgendwelche Gruppen am Rande veranstalten.

Was wünschen Sie sich für die Veranstaltung?
Ich hoffe, dass sehr viele kommen. Ich sehe es nicht als parteipolitische Veranstaltung. Wir haben einfach die Initiative ergriffen und einen Termin gesetzt, weil man nicht zu lange warten sollte. Gerade vor dem Hintergrund des schrecklichen Ereignisses in Paris sollten wir jetzt zügig handeln. Es ist auch ein Aufruf an alle anderen Parteien, Einrichtungen, Initiativen und Bewegungen in der Stadt mitzumachen. Wer sich an den Vorbereitungen noch beteiligen möchte, kann sich gern an uns wenden unter info@gruene-itzehoe.de. Wir erheben keinen Alleinvertretungsanspruch.

Soll es eine regelmäßige Einrichtung werden?
Ich sehe uns als Initiator und hoffe, dass dieser Spaziergang einen Impuls für eine breite Bewegung gibt. Gemeinsam mit Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten und Migrantinnen könnten weitere Aktionen in Itzehoe und Umgebung in einem solidarischen Netzwerk entstehen. Ich hoffe auf eine möglichst breite Bewegung, weil ich weiß, dass viele andere überlegen, etwas zu tun und Flagge zu zeigen. Es soll die positiven Strömungen bündeln, die da sind: Wir wenden uns gegen Ausgrenzung von Menschen in unserer Gesellschaft, und das eindeutig.

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