zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 07:51 Uhr

Marktbummel : Spaß zwischen Mutzen und Punsch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unterwegs für eine halbe Stunde: Serie macht Station beim Schlemmen auf dem Itzehoer Weihnachtsmarkt.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 17:03 Uhr

Duftende Mandeln, wärmender Punsch und fröhliche Musik – auf dem Itzehoer Weihnachtsmarkt ist mehr los als gedacht. Ob im Kinderkarussell, am Bratwurststand oder an der Mutzenbude, überall finden sich kleine und große Besucher.

Am Süßwarenstand der Familie Cordts herrscht reger Betrieb. Die Entscheidung zwischen Salmibrocken, Zuckerstangen, Hamburger Speck, Mandeln und Mutzen fällt manch einem Kunden schwer, weiß Jörg Cordts. So auch bei Angie Böhmer und Bente Eggert mit ihren Töchtern Zoe Fabienne und Sherina (beide 1) aus Hohenlockstedt. Etwas für den kranken, zu Hause gebliebenen Sohn soll es sein. „Das sieht alles gut aus“, meinen sie. Eher zufällig seien sie vorbei gekommen, würden sich aber mehr aktive Angebote für Kinder auf dem Weihnachtsmarkt wünschen.

Während sie noch überlegen, hat sich Kyra Strüven ein Stückchen weiter schon entschieden: Eine Schokobanane soll es sein. „Aber er bezahlt“, erklärt sie, als sie die Leckerei entgegen nimmt, und weist dabei auf ihren Freund Marcel Lützen, der neben ihr steht. „Davon bin ich ausgegangen“, erwidert Jörg Cordts schmunzelnd. Die beiden kommen regelmäßig: „Jeden Tag“, erklärt Strüven lachend. Vor allem „lecker“ sei der Markt, es lohne sich zu kommen, so Lützen.

Mit dem kulinarischen Angebot auf dem Itzehoer Weihnachtsmarkt kennen sich auch Petra Ohlsen und ihre Mutter Gisela Reinholz aus, die ihren Einkaufsbummel mit einem Weihnachtsmarktbesuch verbunden haben und gerade am Stand von Werner Frings in der Breiten Straße einen Apfelpunsch mit Rum und eine Waffel genießen. „Lecker!“, meinen sie. Die Waffeln seien hier am besten, „schön fluffig“. Außerdem stimme das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch die Wurst bei Fahrenkrug vor dem Holstein-Center können sie empfehlen. Seit Jahren besuchen sie den Markt, den sie von ihrem Wohnort Heiligenstedtenerkamp aus schnell erreichen. Einziger Verbesserungsvorschlag: Mehr Buden und mehr Deko in der Feldschmiede, „die so schön geworden ist“.

Während die Kunden sich an Punsch und Glühwein wärmen, arbeiten sich die Betreiber warm. „Im Moment ist es ja eher nicht kalt“, meint Werner Frings. „Und wenn, dann hilft warm anziehen, am besten sieben Schichten, wie eine Zwiebel.“ Fast ausschließlich Stammkunden aus Itzehoe und Umgebung besuchen seinen Stand. Welche seiner fünf Glühweine, zwei Fruchtglühweine und zahlreichen Kakao-Varianten am liebsten getrunken werden, könne er nicht sagen. „Die laufen alle gut.“ Aber auch Neues hat Frings zu bieten: alkoholfreien Cranberrypunsch mit oder ohne Schuss.

Der elfjährige Momme setzt da lieber auf Bewährtes. Gerade genießt er einen Crêpe mit Nutella, zubereitet in Moni’s Crêperia in der Kirchenstraße. „Schmeckt!“, bekundet Momme. Zusammen mit seiner Mutter Sabine Michelsen ist er aus St. Michel zum Einkaufen nach Itzehoe gekommen. „Wir sind eigentlich auf dem Rückweg, aber ein Crêpe musste noch sein“, erklärt die Mutter. Auch Zuckerstangen und sonstige „Naschis“ stünden hoch im Kurs.

Währenddessen geht es für die Neuntklässler des Sophie-Scholl-Gymnasiums an der Bude schräg gegenüber arbeitsam zu. Zwei Tage lang haben sie das Holzhäuschen gemietet und verkaufen Selbstgemachtes von Keksen über Babysocken bis hin zu Marmelade und Fröbelsternen. „Wir haben schon gut eingenommen“, sagt Svea Henningsen. Die Einnahmen seien für ein Abschlussfest im Sommer gedacht. Die neueste Verkaufsstrategie verrät Delf Claußen, der ein Tablett voller Waren in den Händen hält: „Rumgehen.“ Allerdings habe er diesen Tipp von der vorherigen Gruppe, denn seine Schicht habe gerade erst begonnen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen