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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 21:27 Uhr

Watt five : Spaß und gute Laune

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seit kurzem hat die Musikszene in Glückstadt Zuwachs bekommen – vier Frauen und Rolf Lindhorst spielen zusammen in neuer Band.

von
erstellt am 30.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Mit eigenen Songs, Evergreens und Waterkant-Liedern will die Band „Watt five“ ihr Publikum mitreißen sowie Spaß und gute Laune verbreiten. Das Besondere an der neugegründeten Gruppe: Die Musiker sind zwischen 49 und 61 Jahre alt.

Einziger Mann in der Gruppe ist der 61-jährige Musiker und Entertainer Rolf Lindhorst – ein Allroundtalent auf musikalischer Ebene. Seit Kindesbeinen an bedeutet die Musik seine Welt. Zu Weihnachten 1965 wurde sein größter Wunsch – eine Konzertgitarre - von seinen Großeltern erfüllt. Der Gymnasiast versuchte der Gitarre perlende Töne zu entlocken, was aber nicht klappte. Eine Nachbarin hatte Erbarmen und brachte dem damals 13-Jährigen die ersten Akkorde bei. Nach seinem Abitur studierte Rolf Lindhorst im Saarland Theologie. Die Musik hat er aber nie ganz aus den Augen verloren. Als Praktikant im Seniorenheim spielte er in seiner Freizeit alte Melodien und er bekam als Dank ein strahlendes Lächeln zurück. „Das war der Augenblick, in dem mir klar wurde – die Musik ist mein Leben.“ Er hängte sein Studium an den Nagel und widmete sich ganz der Musik.

Im Spätsommer 2013 wurde er von der Krimiautorin Anja Marschall angesprochen, ob er ein paar Frauen kenne, die Spaß am Musizieren hätten. Er kannte welche. Jetzt ist die Band komplett. Dabei sind: Anja Marschall (Gesang, Gitarre, Akkordeon), Heidi Hass (Gesang, Gitarre, Mitglied der Frauenband „Kreuzschnabel“), Silke Poeck (Gesang, Congas, Mitglied bei „Moin Moin“), Angela Bücking (Cachon, Percussion) und Rolf Lindhorst (Gesang, Gitarre, Banjo, Mandoline, Harp).

Gemeinsam feilen die Musiker seit September an einem umfangreichen Programm. Dieses besteht aus plattdeutschen Liedern, Irish Folk, Balladen sowie Rock und Blues. Selbstkomponiertes und selbst getextete Lieder runden das Repertoire ab.

„Wir treffen uns so oft es der Terminplan zulässt“, erklärt Lindhorst. Anja Marschall ergänzt: „Watt five macht soviel Spaß, dass man gerne öfter proben würde.“

Derzeit im Programm sind Songs von den Dubliners ebenso wie von berühmten Liedermachern, wie Simon & Garfunkel oder Knut Kiesewetter.

Am meisten aber macht es den Musikern Spaß, wenn sie selber zur Feder greifen können. Von Lindhorst entstand aus John Denvers ,„Country Road“ der Plattdeutsche- Wilstermarsch-Song. Und aus dem Irish-Folk-Klassiker ,„Whisky in the jar“ wurde ,,Buddel Beer“. Neue plattdeutsche Lied-Texte sind bereits in Arbeit. „Deutsche Lieder zu verplattdeutschen macht unheimlich viel Freude“, meint Silke Poeck.

Musikklassiker mit einem neuen deutschen Text zu veredeln, das ist insbesondere Heidi Haß' Spezialgebiet. „Das fällt mir einfach so ein und dann muss ich es aufschreiben“, erklärt Haß. Erste Auftritte sind im Glückstädter Kulturmärz 2014 und im Restaurant „himmel und erde“ in Itzehoe geplant.

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