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Bilanz : Sparkasse sieht sich weiter auf Erfolgskurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vorstand präsentiert gute Zahlen für 2013. Immobilienverkauf hat ein Rekordniveau erreicht.

Große Jubeltöne sind nicht die Sache des Vorstandsvorsitzenden: „2013 war für uns wieder ein zufriedenstellendes Jahr“, verkündet Rudolf Kochan bei der alljährlichen Bilanzvorstellung der Sparkasse Westholstein. Dabei wäre nach den vorgelegten Ergebnissen durchaus auch weniger Zurückhaltung angemessen. Das Geldinstitut mit Hauptsitz in Itzehoe gehört weiter zur Spitzengruppe des schleswig-holsteinischen Sparkassen. Nach den noch vorläufigen Zahlen wurden im vergangenen Jahr fast 500 Millionen Euro an neuen Krediten vergeben – ein Zuwachs von elf Prozent. Und trotz eines historisch niedrigen Zinsniveaus stiegen die Kundeneinlagen noch einmal um zwei Prozent auf rund 2,25 Milliarden Euro. Die Umsätze im Wertpapiergeschäft wuchsen um 10,5 Prozent auf gut 300 Millionen Euro, und bei der Vermittlung von Immobilien fuhr die Sparkasse sogar ein Rekordergebnis ein. 321 Immobiliengeschäfte mit einem Kaufpreisvolumen von fast 33 Millionen Euro gingen über den Tisch der Sparkassen-Mitarbeiter. Wenn die Westholsteiner, so Rudolf Kochan, nicht mit 15 Millionen Euro notleidende andere Sparkassen hätten stützen müssen, wären die Ergebnisse unterm Strich noch deutlich besser ausgefallen.

Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Tede Ibs und Achim Thöle hatte Rudolf Kochan gestern in die neue Sparkassen-Filiale auf Alsen in Itzehoe eingeladen – mit fast schon programmatischem Hintergrund. Für das Geldinstitut ist die zwei Millionen Euro teure Zweigstelle ein Vorzeige-Modell und gleichzeitig ein Blick in die Zukunft. Hier sind drei ehemals kleine Zweigstellen an einem zentralen Standort zusammengefasst worden. „Mit großem Erfolg“, wie Kochan betont. Der Konzentrationsprozess, so ergänzt er, werde weiter zunehmen. „Das Online-Banking nimmt rapide zu.“ Vor diesem Hintergrund werde die Sparkasse ihre Internetpräsenz weiter ausbauen. Kochan: „Das Ein- und Auszahlen von Geld ist nicht das Geschäftsmodell der Zukunft.“ Hinzu komme, dass man gerade in kleineren Filialen gegen die immer neuen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen „gar nicht aninvestieren kann“. Sein Kollege Ibs umschreibt es so: „Die Verbindung von realer und virtueller Welt ist unsere große Herausforderung.“ So wie beim virtuellen Umgang mit Geldgeschäften gibt es auch andere Änderungen beim Kundenverhalten. Zwar sei die Sparkassen-Klientel weiterhin eher konservativ aufgestellt, in die Einlagen ist allerdings reichlich Bewegung gekommen. Weil Guthaben kaum mehr Zinsen abwerfen, beobachtet man bei der Sparkasse verstärktes Konsumieren. Außerdem gebe es immer häufiger Umschichtungen bei Krediten. Eher mit Sorge beobachtet man allerdings ein rasantes Ansteigen von Pfändungen im Privatkundenbereich. Rudolf Kochan: „Das führt zwar selten zu Kreditausfällen, es nimmt aber permanent zu.“ Achim Thöle vermutet, dass immer mehr Verbraucher „den Verführungen der Werbung unterliegen“.

Durchaus mehr Risikobereitschaft würde man sich hingegen von Gewerbetreibenden und Unternehmern wünschen. Nach Einschätzung des Sparkassenvorstands gibt es bei Investitionen „noch viel Luft nach oben“. Laut von Tede Ibs orientieren sich Unternehmer allerdings weniger an niedrigen Zinsen als an Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte. Die Sparkasse sieht in einer eher zurückhaltenden Investitionsbereitschaft aber auch eine Grundlage für solides Wirtschaften. Kochan: „Bei uns sind die Unternehmer nicht ganz so risikofreudig, oder sie können es besser überblicken.“ Bei Bedarf gebe es aber auch keine Kreditklemme. 305 Millionen Euro wurden allein 2013 an Unternehmen und Selbstständige ausgegeben – davon rund 100 Millionen im Bereich erneuerbare Energie. „Wir geben Sicherheit und stehen selbst auf gesunden Füßen“, zieht Achim Thöle ein Fazit. Und: „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber.“ Dabei betont die Sparkasse auch ihr soziales Engagement. Zuletzt seien in der Region zu mehr als 1400 Anlässen rund 645 000 Euro an Vereine, Verbände und andere Organisationen verteilt worden.

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erstellt am 16.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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