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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 05:14 Uhr

Hilfsaktion : Sparkasse hilft Bedürftigen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Statt Geschenken für die Kunden: In Itzehoe bekamen Vertreter von Weihnachtshilfswerken und Wohlfahrtsverbänden Geld, um Bedürftigen in ihren Gemeinden helfen zu können.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 12:15 Uhr

Spende an Bedürftige in der Vorweihnachtszeit: Im Dienstleistungszentrum der Sparkasse Westholstein waren neun Vertreter – überwiegend Bürgermeister von Gemeinden – zur Übergabe der diesjährigen Weihnachtsspenden des Geldinstituts erschienen.

„Als Ersatz für Kunden-Weihnachtsgeschenke haben wir uns vor Jahren dazu entschieden, diese anders zu verwenden und sie Institutionen in Sport, Kultur und Sozialem zukommen zu lassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Westholstein, Rudolf Kochan. „Diese Vergabe hat sich bewährt, denn der Bedarf ist vorhanden.“ Das Geld erhielten dankbare Empfänger, denn es komme bedürftigen Menschen in der ganzen Region als Unterstützung zu Weihnachten zugute.

Itzehoes Bürgervorsteher Heinz Köhnke, der gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen für das Weihnachtshilfswerk der Freien Wohlfahrtsverbände und der Stadt Itzehoe erschienen war, machte auf Not in der Bevölkerung aufmerksam: „Es ist erstaunlich, dass die Stadt in dieser Zeit an die 200 Gutscheine ausgeben musste für Schuhwerk von Schülern. Man ahnt nicht, mit welchen Schuhen Kinder im Winter teilweise in die Schule gehen müssen.“

Den Bedarf festzustellen, lebe natürlich von den freiwilligen Meldungen der Direktoren. Verwendet werden könnte das Geld beispielsweise auch für die Beschaffung von Ranzen, die natürlich bei einem Händler vor Ort gekauft werden sollten. Dr. Andreas Koeppen fügte an: „Die Sparkasse macht nicht viel Aufhebens, leistet aber viel Gutes.“

Paul Roloff, Bürgervorsteher der Stadt Glückstadt (Vertreter für das Weihnachtshilfswerk der Freien Wohlfahrtsverbände und der Stadt Glückstadt) hob die Wichtigkeit von Institutionen wie der „Thun-Stiftung“ für Menschen in Not hervor.

Für diese war Nicole Evers (Sozialausschussvorsitzende Glückstadt) erschienen und schilderte, dass die Spende beispielsweise verwendet werde für Lebensmittelgutscheine und für Kleidung, manchmal auch in Bargeld ausgezahlt werde. „Damit haben wir schon einige erreicht. Sie sind jedes Mal gerührt von der Dankbarkeit, wenn sie Hilfe bekommen.“

Der Bürgermeister von Kellinghusen, Axel Pietsch (Weihnachtshilfswerk der Stadt) kündigte an, das Geld an den Verein „Von Hand zu Hand“ weiter zu leiten, der die „Tafel“ in der Stadt sowie ein Kaufhaus und die Kleiderkammer betreibt. „Dadurch weiß man, wo die Not am größten ist und unkonventionell schnell Hilfe geleistet werden kann.“

Dass die Spende bedürftigen Bürgern zugute kommt, betonte auch Walter Schulz, Bürgermeister von Wilster (Weihnachtshilfswerk der Freien Wohlfahrtsverbände und der Stadt, auch im Stiftungsausschuss der Verbandssparkasse): „Wir erleben es immer wieder, wie glücklich die Empfänger sind, wenn ihnen zu Weihnachten etwas zur Verfügung gestellt wird.“

Die Aufmerksamkeit auf die Seniorenanlage „Ahsbahsstift“ lenkte Krempes Bürgermeister Volker Haack (Weihnachtshilfswerk der Stadt): „Oft können sich die Bewohner nichts mehr leisten, sind aber geistig total rege. Deshalb wollen wir ihnen ein Jahresabo der Norddeutschen Rundschau subventionieren.“ Heike Böckler vom Sozialverein Krempe, der sich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, betonte: „Die Spenden sind nötig, um alten, kranken Menschen oder kinderreichen Familien Bekleidungs- und Lebensmittelgutscheine zur Verfügung zu stellen.“ Dabei sei man jedoch auf Informationen von Bürgermeistern angewiesen. Schwerer geworden sei dies allerdings mit dem dennoch nötigen Datenschutz. Die Bürgermeister fahren herum und verteilen die Spenden, damit sie in Krempe und Umgebung bleiben.

Heiner Sülau, Bürgermeister von Lägerdorf, verwies auf einen Jugendaustausch mit der polnischen Partnergemeinde Sepopol, der mit Spenden wie diesen aufrecht erhalten wird. „Sie freuen sich immer wieder über die Möglichkeit, sich gegenseitig besuchen zu können. Auch im kommenden Jahr fahren Kinder aus Lägerdorf wieder hin. „Es gibt immer einige, die es sich nicht leisten können. Da ist die Weihnachtsspende sehr willkommen.“

Bürgermeister Jürgen Kirsten aus Hohenlockstedt sagte: „Wir unterstützen 48 Vereine und Verbände in ihrer Jugend- und Seniorenarbeit. Da gibt es viele Wünsche, und wir helfen ihnen gerne in ihrer Tätigkeit.“

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