zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

19. September 2017 | 21:07 Uhr

Mystery Thriller : Spannend und humorvoll

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Todesengel von Föhr: Ausverkauftes Haus bei der Premierenlesung der Wewelsflether Autorin Heike Denzau in Itzehoe.

von
erstellt am 17.Apr.2014 | 12:00 Uhr

„Das Wort ‚ausverkauft‘ ist zu meinem Lieblingswort geworden, seit ich schreibe“, sagte Heike Denzau lächelnd und bedankte sich bei ihren zahlreichen Fans, die sie zur Premierenlesung in der Buchhandlung Heymann begrüßte. Es gab keinen freien Stuhl mehr als die Wewelsflether Autorin am Dienstagabend ihr neues Werk „Todesengel von Föhr“ erstmals der Öffentlichkeit vorstellte.

Insgesamt war es die vierte Premierenlesung Heike Denzaus bei Heymann, und wieder, so Filialleiterin Regine Wenzel, sei es glücklicherweise knapp gelungen, das Buch auch zu bekommen. „Der Verlag hat sich beeilt“, sagte sie, erfreut darüber, dass schon am Vorabend des eigentlichen Erscheinungsdatums die Fangemeinde mit dem neuen Lesestoff versorgt werden konnte. Diesmal allerdings nicht mit einem Lyn-Harms-Krimi, sondern mit einem Mystery Thriller. Und auf den hatten viele mit Spannung gewartet, wagt sich die Autorin damit doch erstmals in ein anderes Genre. „Eine tolle, riesengroße Runde“ begrüßte Heike Denzau, der es offenbar schon schon mit dem ersten Part ihrer Lesung gelang, die Besucher neugierig zu machen. Denn schier endlos war bereits in der Pause die Schlange der Wartenden, die sich ihr gerade erworbenes Buch von der Autorin signieren lassen wollten.

Geschickt leitete Heike Denzau ihre Zuhörer auf den Weg ihrer Protagonistin Kyra, die durch ein mysteriöses in Leder gebundenes Tagebuch in ein spannendes Abenteuer gerät. Dabei beginnt alle ganz harmlos mit den Vorbereitungen zu Kyras 30. Geburtstag. Da bereitet es ihr eher mehr Probleme, noch keinen Mann gefunden zu haben, auch wenn sie eine sehr gute Freundin und einen ebenso guten Freund hat: Doro und Sam. Autorin Heike Denzau gelingt es, überaus humorvoll ihre Figuren zu entwickeln, die dann immer tiefer in ein ominöses Geschehen verwickelt werden. Es ist die Geschichte eines Buches, das Botschaften enthält – und nur Kyra kann diese Botschaften lesen, überhaupt dieses Buch sehen. Dabei handelt es sich um Zeitungsausschnitte, die von – tödlichen – Geschehen berichten, welche erst drei Tage später Realität werden. So lange bleibt Kyra Zeit, das jeweilige Drama zu verhindern. Ein kurzer Auszug aus einer dieser zur glücklichen Wende gebrachten Fälle lassen den Leser, beziehungsweise Zuhörer erschauern. Ebenso die Begegnungen Kyras mit einer gewalttätigen Bruderschaft, die alles daran setzt, das Buch in ihre Hände zu bekommen. Glücklicherweise wird Kyra von Beschützern des Buches unterstützt.

Am Schluss der Lesung blieb wahrscheinlich bei jedem der Zuhörer die Frage, ob es Kyra und ihren Mitstreitern gelingt, das Buch vor dem Bösen zu bewahren – und wie sich das Gefühlsleben der Protagonistin, die von Föhr stammt, aber in Itzehoe lebt und arbeitet, wohl entwickelt. So mancher wird gleich im Anschluss zu Hause den Todesengel von Föhr zur Hand genommen haben, um sich darin zu vertiefen. Und das lohnt sich auf jeden Fall.

Beim Abschied kündigte Heike Denzau an, dass es im nächsten Frühjahr wieder eine Premieren-Lesung mit einem Lyn-Harms-Krimi geben werde. Die Autorin schreibt zurzeit an der vierten Folge dieser Reihe und verriet: „Lyn hat’s nicht leicht im Moment.“


>

Todesengel von Föhr, erschienen im Emons Verlag, 352 Seiten, 10,90 Euro; ISBN 978-3-95451-251-5

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen