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Portrait : Spagat zwischen Handball und Fußball

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Birger Dittmer spielt für MTV Herzhorn in der Oberliga und Fortuna Glückstadt in der Kreisliga West

von
erstellt am 01.Aug.2014 | 05:00 Uhr

„Endlich ein freier Tag heute! Obwohl, laufen geh’ ich bestimmt noch.“ Birger Dittmer kann vom Sport nicht genug bekommen. Und das, obwohl er aktiv Handball und Fußball im Verein spielt. Zuerst ging es mit vier Jahren auf den Fußballplatz von Fortuna Glückstadt, für den Vater Detlef Fink früher selbst erfolgreich gekickt hat. „Damals haben halt alle Fußball gespielt. Das war einfach so. Zwei Jahre später hat mich meine Mutter dann mit zum Handball geschleppt“, erzählt Birger. Silke Dittmer hat mit dem MTV Herzhorn schon erste Liga gespielt. Klar, dass der Sohn dort auch mal schnuppern musste. Seitdem gelingt ihm der Spagat, beide Ballsportarten auf einem hohen Niveau zu spielen. Die Vereine hat er niemals gewechselt. Obwohl Handball in der Vorbereitungsphase momentan Priorität besitzt, möchte er keine Entscheidung fällen, sich auf eine der beiden Ballspiele zu beschränken. „Würde mir eines mehr Spaß machen, hätte ich mich schon viel früher entschieden.“

In beiden Sportarten kämpft Birger Dittmer um einen Stammplatz in der 1. Herren und sieht sich in beidem gleichermaßen talentiert. Beim Fußball sei es, aufgrund der Dichte an Spielern und Vereinen lediglich schwerer, in einer höheren Klasse zu spielen.

Trotz allem hat auch er nur sieben Tage pro Woche zur Verfügung, um sich in seinen Lieblingssportarten entsprechend auszuleben. Bei zwei Punktspielen pro Woche und mindestens vier Trainingstagen sind Terminkollisionen nicht selten. Dann muss eine Sportart zwangsläufig zurückstecken. Damit müssen auch seine Trainer Mirko Dittmann (ETSV) und Jens Timm (MTV) leben. Obwohl ihn beide sicher gerne für ihr Team allein hätten, lässt sich Birger nicht beirren: „Seitens der beiden Clubs gibt es keinen Druck. Meine Eltern sagen mir auch, das wäre meine eigene Entscheidung“. Ob dieser vollgepackte Terminkalender zu viel Energie zehrt, verneint Dittmer: „Das kommt mir meistens gar nicht wie Anstrengung vor, da beim Training und bei Spielen meistens eine entspannte Atmosphäre herrscht.“

Zu seinen weiteren sportlichen Zielen sagt Birger, er möchte „so gut wie möglich und so hoch wie möglich spielen.“ Mit der Fortuna, die unter anderem auch dank der Leistung des in der vergangenen Saison bereits für die Liga freigeholten A-Jugendlichen den Sprung in die Kreisliga West geschafft hat, sei „alles möglich“. Für den MTV, dem vergangene Saison ebenfalls der Aufstieg gelang, ist die Konkurrenz in der Oberliga jedoch größer: „Das Ziel ist der Klassenerhalt, dafür ist allerdings eine bärenstarke Saison von Nöten.“ Auch bei den Herzhornern hatte Dittmer als A-Jugendlicher schon Einsatzzeiten.

Bei dem Wochenprogramm mit zwei Sportarten bleibt nur noch wenig Zeit für andere Hobbys, weil natürlich auch die Schule nicht vernachlässigt werden darf. Außer Sport interessiere ihn allerdings sowieso kaum etwas, so Birger Dittmer. „Meine Freunde kenn ich größtenteils eh vom Sport und dort treff ich sie auch.“ Zwischendurch streue er vielleicht mal eine Runde auf der PlayStation ein, aber „sobald irgendwo ein großes Sportereignis ist, dann guck ich’s mir auch an – mit Ausnahme von Eiskunstlaufen.“

Nach dem Abitur im nächsten Jahr würde Birger am liebsten nach Köln ziehen, um zu studieren. Natürlich an der dortigen Sport-Hochschule.

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