Literatur : Später Erfolg für Liebesroman

Liest in der Bücherstube: Tania Schlie spricht über „Der Duft von Rosmarin und Schokolade“.
Liest in der Bücherstube: Tania Schlie spricht über „Der Duft von Rosmarin und Schokolade“.

Schriftstellerin Tania Schlie stellt in Glückstadt ihren Roman „Der Duft von Rosmarin und Schokolade“ vor.

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10. März 2018, 06:06 Uhr

„Ich freue mich, wieder einmal hier zu sein“, begrüßte Tania Schlie ihr großes Publikum. Bis in die hintersten Ecken hatten die Mitarbeiter die Bücherstube am Fleth mit Stühlen ausgestattet. So groß war das Interesse an Tania Schlies Roman, dass die Gäste kaum alle Platz fanden. Es war eine Premierenlesung, dann der Roman „Der Duft von Rosmarin und Schokolade“ ist jetzt als Buch erschienen.

Dabei ist der Inhalt eigentlich schon fast zehn Jahre alt. Tania Schlie erklärte zur Entstehungsgeschichte, dass sie das Buch bereits 2009 bei Verlagen vorgestellt hatten, aber nicht gewollt war. Die Wende brachte dann einige Jahre später das Interesse eines namhaften E-Book-Verlages. Und die Romantikkomödie landete prompt auf den Bestsellerlisten. Plötzlich interessierten sich auch andere Verlage für das Buch, so dass es nun doch auch als gedruckte Ausgabe vorliegt. „Dieses Buch ist ganz anders als meine anderen Bücher“, versprach Tania Schlie. Ihre bisherigen Romane haben überwiegend einen historischen Hintergrund. „Der Duft von Rosmarin und Schokolade“ hingegen spielt im Hier und Jetzt.

Erzählt wird ein Abschnitt aus dem Leben der jungen Maylis, die in Hamburg lebt. Seit sie von ihrem Mann für die beste Freundin verlassen wurde, findet Maylis Erfüllung nur in dem Feinkostladen, in dem sie arbeitet. Jeden Morgen versetzt der Duft der feinen Lebensmittel sie in gute Stimmung und hier erklärt sich dann auch der Titel des Buches.

Welch unterschiedlichen Menschen sie in Gestalt von Kunden in dem Geschäft begegnet, davon las Tania Schlie in der Bücherstube. Dabei sind sowohl snobistische und widerliche Kunden, als auch nette Menschen, die sich in dem Laden ebenso wohl fühlen wie Maylis selbst. Und auch der eine oder andere nette Mann ist dabei, denn Maylis wurde von ihrem Ehemann vor rund einem Jahr bitter enttäuscht.

Die Lesung hatte Tania Schlie der Bücherstube am Fleth zu deren 35-jährigen Bestehen geschenkt. Inhaberin Renate Meyer hatte daher beschlossen, die Eintrittsgelder der Glückstädter Tafel zu spenden.

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