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Soziales Jahr: Itzehoerin ist das Gesicht von „Schüler helfen Leben“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fast jeder kennt ihn: den sozialen Tag. Alle zwei Jahre tauschen Schüler die Schulbank für einen Tag gegen einen Arbeitsplatz und spenden ihren Lohn an die Hilfsorganisation Schüler helfen Leben (SHL). Mit dem Erlös werden Jugendliche in Krisengebieten durch Jugendtreffs, Streetworker und andere Projekte unterstützt.

Rund 80 000 Jugendliche waren bundesweit im vorigen Jahr dabei. Organisiert wird der Soziale Tag im Bundesbüro von SHL in Neumünster. In dem achtköpfigen Team arbeitet seit kurzem auch Katharina Andersen aus Itzehoe mit. Die Abiturientin absolviert dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Ihre Zeit bei SHL begann allerdings früher: Schon als Schülerin beschäftigte sich Katharina seit 2012 intensiv mit den Projekten. Unter anderem organisierte sie an der Auguste-Viktoria-Schule, wo sie in diesem Jahr ihr Abitur machte, einen Hilfstransport nach Montenegro und beteiligte sich an der Ausrichtung einer Lichtermahnwache für Flüchtlinge und Opfer des Bürgerkrieges in Syrien in der Fußgängerzone. „Ich finde es wichtig, junge Leute auf die Situation auf dem Balkan und in Jordanien aufmerksam zu machen“, meint sie. Um die vorangegangene Arbeit zu erweitern, entschied sie sich gegen einen Auslandsaufenthalt und für ein FSJ.

Schüler helfen Leben ist Deutschlands größte jugendlich geführte Hilfsorganisation. „Hier arbeiten nur Jugendliche, die den Alltag selbst gestalten und alles selbst organisieren – ohne Erwachsene“, erklärt Katharina. Auch den nächsten sozialen Tag am 9. Juli 2015 organisiert das Team alleine. Mit ihren sieben etwa gleichaltrigen Kollegen lebt Katharina in einer Wohngemeinschaft in Neumünster .„Eine sehr krasse Team-Erfahrung“, berichtet sie. „Man lernt viel Zwischenmenschliches.“

Im Büro hat Katharina den Posten der Regionalkoordination inne. Mit ihrer Kollegin Marlene Doktor aus Berlin ist sie das Gesicht des Vereins und motiviert Schüler zur Teilnahme. Von Neumünster aus touren die beiden regelmäßig durch Deutschland , um die Schulen vor Ort zu besuchen. Dabei bleibt es allerdings nicht: Bereits während der Einarbeitung reisten Katharina und Marlene nach Brüssel, um dort am Sommercamp der von SHL mitgegründeten Initiative SAME teilzunehmen. Auch Schulkongresse und Seminare für Aktive gehören zu ihren Aufgaben. Ergänzt wird das Zweiergespann durch Stefan Marinkovi. Der 19-jährige Bosnier engagierte sich für die von SHL mitgegründete bosnische Jugendmedienorganisation ONAuBiH – nun kommt er für ein Jahr nach Deutschland.

„Ich bin mit meiner Entscheidung für das FSJ sehr zufrieden“, sagt die 19-Jährige am Ende ihrer Einarbeitungsphase. Viele spannende und vielseitige Aufgaben stünden in nächster Zeit an. „Ich freue mich auf das, was kommt.“


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erstellt am 11.Aug.2014 | 10:58 Uhr

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