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Soziales Jahr in Deutschland – ein Traum wird wahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

18-Jähriger aus Tadschikistan hat in der Brunsbütteler Seemannsmission angeheuert

Er wollte gerne ein soziales Jahr absolvieren und anschließend in Deutschland internationale Wirtschaft studieren. Im Juli trat Ibrohim Nabiev aus Tadschikistan seinen Dienst in der Seemannsmission Brunsbüttel an und fühlt sich schon sehr wohl in der Schleusenstadt. Der 18-Jährige besprach sein Anliegen mit seinem Lehrer, der ihm durch eigene Kontakte zur Familie von Diakon Leon Meier den Vorschlag machte, nach Brunsbüttel zu gehen. „Ich habe sofort ja gesagt“, erzählt Ibrohim Nabiev. In einem Sprachlernzentrum hatte er bereits an Deutschkursen teilgenommen und kann sich sehr gut in seiner Wahlheimat verständigen. „Ich möchte das Jahr nutzen und meine Sprachkenntnisse verbessern.“ Zu Hause hat er in Cafés gearbeitet und viel mit den Touristen gesprochen. Durch seine Kenntnisse in Türkisch, Russisch, Persisch sowie Englisch und natürlich Tädschiki (Tadschikisch) fällte es ihm leicht, mit den ausländischen Seeleuten ins Gespräch zu kommen.

Beeindruckt ist Nabiev von den großen Schiffen, von denen er auch schon einige besucht hat. „Tadschikistan wird zum größten Teil von Gebirge geprägt, so große Schiffe hatte ich bisher noch nie gesehen“, erzählt er beeindruckt. Der junge Mann kommt aus Duschanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan. Mit über 720  000 Einwohnern ist die Universitätsstadt auch die größte Stadt des Landes, in dem jetzt die Temperaturen bis an die 50 Grad steigen. „Ich gewöhne mich langsam hat das Wetter hier“, sagt Ibrohim Nabiev und zieht dabei fröstelnd die Schultern hoch. Ihm ist aufgefallen, dass hier die deutschen Senioren sehr viel fitter sind und die Frauen einen großen Teil der Autofahrer stellen. „Das ist bei uns anders, die älteren Menschen sind nicht so beweglich und es fahren kaum Frauen Auto.“

Seine Reise führte ihn von Duschanbe über Istanbul nach Hamburg – mit einem siebenstündigen Aufenthalt in der Türkei. Er überbrückt die gut 4700 Kilometer zu seiner Familie und Freunden mit den modernen Medien und hält Kontakt mit Skype und Handy. „Momentan telefoniere ich noch recht oft, alles ist neu.“ Schwierigkeiten mit der Ausreise gab es nicht. „Ich kam auf Einladung der Deutschen Seemannsmission, das machte es leichter.“ In Brunsbüttel hat der begeisterte Fußballer schon am Training teilgenommen und auch mit seinen Kollegen in der Seemannsmission versteht er sich gut. „Ich hatte den Wunsch, nach Deutschland zu kommen – der Traum wurde wahr.“


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