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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 05:52 Uhr

Sonne und Wind statt Kohle und Gas

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Diskussionsrunde der Bürgerinitiative „Frackingfreies Auenland“ zur Energiewende

Wie können Verbraucher etwas dafür tun, den Verbrauch von Öl, Kohle und Gas zu verringern? Darüber haben Mitglieder der Regionalgruppe Horst/Elmshorn und Umland der „Bürgerinitiative Frackingfreies Auenland“ mit Gästen sowie Vertretern aus der Wirtschaft und dem Bundesverband Windenergie und dem Bündnis Bürger-Energie diskutiert. Die Veranstaltung auf dem Hof Dannwisch in Horst startete mit einem 50-minütigen Film, der den Zuschauern aufzeigen sollte, dass es möglich ist, ein gutes Leben mit der Energiewende zu führen. Unter dem Motto „Lassen Sie uns etwas tun“, eröffnete der Moderator Gerd Müller anschließend die Gesprächsrunde.

Das Publikum konnte den Podiumsgästen Mathias Wiontzek (Stadtwerke Elmshorn), Horst Leithoff (Bundesverband Windenergie und Bündnis Bürger-Energie), Sven Groth (Lebenswerte Energien Elmshorn) und Hans-Otto Nöhren (Heizungstechnik Horst) Fragen stellen. Sebastian Mrozek, Diplomphysiker aus Horst, erklärte, dass er sich Gedanken gemacht hat wie er sein Haus heizt und er hat in eine Dämmung investiert. So verbrauche er weniger Energie.

Um den Verbrauch von Öl, Kohle und Gas zu verringern, wurden weitere umweltfreundliche Alternativen angesprochen. Bei der Realisierung von Bürgerwindparks habe die Bevölkerung die Möglichkeit sich finanziell zu beteiligen und so in eine attraktive Geldanlage zu investieren, hieß es. Auch mit Photovoltaik, einer Technik mit der die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen erfolgt, könnten die Bürger selbst Initiative zeigen und aktiv werden. „Wind und Sonne schicken uns garantiert keine Rechnung“, sagte Horst Leithoff schmunzelnd und erklärte: „Es ist wichtig, dass sich die Menschen in Gruppen zusammentun, denn nur im Bündnis haben wir die Macht etwas zu erreichen und Gesetze zu ändern. Die Politiker haben so nur einen Ansprechpartner und nicht tausend.“ Jeder Hausbesitzer könne Solaranlagen auf seinem Dach anbringen lassen.

Ulrike Gay, Mitglied der „Bürgerinitiative Frackingfreies Auenland“ hat bereits 2002 Solarzellen auf ihrem Dach in Kiebitzreihe installiert und sagte: „Ich wollte unbedingt etwas tun und zeigen, dass Fracking nicht nötig ist.“ Die Regionalgruppe Horst/Elmshorn und Umland, die zurzeit aus zwölf Mitgliedern besteht, trifft sich jeden ersten Montag im Monat um 20 Uhr auf Hof Dannwisch, Dannwisch 1, in Horst.

>Interessierte können unter der E-Mail stopfracking-horst-elmshorn@posteo.de mit der Regionalgruppe in Kontakt treten oder sich auf der Homepage www.frackingfreies-auenland.de informieren.


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erstellt am 24.Nov.2015 | 00:33 Uhr

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