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Sommerländer Jungstörche mit Hilfe der Feuerwehr beringt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„7T246“ und „7T247“ – das sind jetzt die offiziellen Namen der beiden Jungstörche, die derzeit auf dem Schornstein der ehemaligen Meierei im Sommerländer Ortsteil Siethwende großgezogen werden. Denn jetzt wurden sie beringt.

Jörg Heyna, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland aus Lohe-Rickelshof bei Heide, erklärte die Bedeutung der Beringung und die Erkenntnisse, die man aus dem Flug- und Nistverhalten der Weißstörche erkennen kann: Der Vater der beiden jungen Adebars, der seit drei Jahren das Nest in Siethwende besetzt, kommt aus Polen. „Das kann man an der Ringfarbe und der Inschrift erkennen“, berichtete Heyna.

Nestbauer und Storchenbetreuer Hans-Hermann Lefenau aus Siethwende hat zur Beobachtung der Großvögel extra eine Kamera am Schornstein installiert und begutachtet regelmäßig die Bruterfolge des Storchenpaares. Ursprünglich waren es in diesem Jahr drei Jungstörche, doch einer hat den Dauerregen der letzten Tage nicht überlebt. Der tote Vogel lag im Nest und wurde bei der Aktion entfernt.

Um den Zuschauern die Markierung der Jungstörche zu verdeutlichen, holte Jörg Heyna sie mit Hilfe der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Elmshorn, die mit ihrer Drehleiter vor Ort waren, aus dem Nest und zeigte sie den Anwesenden am Boden. Die fünfjährige Lene Sternberg konnte dann mit Heynas Hilfe den Ring am Storchenbein festmachen.

Nach Wiegen, die Tiere wogen 3110 und 3170 Gramm, sowie einem kleinen Gesundheits-Check wurden die beiden Vögel zurück ins Nest gelegt.

„Statistisch werden die Störche acht Jahre alt, aber es gibt auch Vögel, die über 30 Jahre alt werden“, erläuterte Jörg Heyna. Bleibt den beiden Noch-Nesthockern zu wünschen, dass sie ein solch hohes Lebensalter auch erreichen und nicht vorher Opfer von Flugunfällen mit Stromleitungen oder Windkraftanlagen werden.

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erstellt am 06.Jul.2017 | 18:05 Uhr

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