Sommerländer Feuerwehr hat große Nachwuchssorgen

Grönlands Wehrführer Hans Hempel (2. v. li.) mit den neu gewählten und geehrten Kameradinnen und Kameraden Martin Ernst, Dieter Hoffmann, Klaus Gravert, Alfred Petrich, Davide Cibin, Kathy Oder, Annika Noack, Hendrik Gravert, Kurt David, Sascha Johannssen und Christoph Ernst (v. li.)
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Grönlands Wehrführer Hans Hempel (2. v. li.) mit den neu gewählten und geehrten Kameradinnen und Kameraden Martin Ernst, Dieter Hoffmann, Klaus Gravert, Alfred Petrich, Davide Cibin, Kathy Oder, Annika Noack, Hendrik Gravert, Kurt David, Sascha Johannssen und Christoph Ernst (v. li.)

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22. Januar 2015, 13:35 Uhr

Die Personalstärke der Freiwilligen Feuerwehr Grönland geht nach unten. Dies musste Wehrführer Hans Hempel während der Jahresversammlung der Wehr im Gerätehaus feststellen. Derzeit sind nur noch 21 Kameradinnen und Kameraden aktiv. „Aufgrund von Wegzügen mussten wir in diesem Jahr vier Mitglieder verabschieden“, so Hempel. Zudem mangele es an Nachwuchs für die Wehr in dem Sommerländer Ortsteil.

Aufgrund der angespannten Personalsituation musste im vergangenen Jahr auch die Teilnahme an der großen Deichsicherungsübung abgesagt werden. „Das stieß beim Amtswehrführer und im Kreis auf keine gute Resonanz, aber was sollen wir machen, wenn wir so wenig Leute haben?“, fragte Hans Hempel.

Die angesetzten Dienstabende und weitere Übungen konnten aber ohne große Probleme durchgeführt werden. Hempel hob dabei besonders die große Amtsübung im Hohenfelder Ortsteil Halenbrook heraus. „Das war auf der schmalen Straße schon eine Herausforderung, mit so vielen Feuerwehrfahrzeugen zu agieren“, sagte er. Auch die Übung mit der Jugendfeuerwehr in Grönland bezeichnete Hempel als Highlight. „Das war schon ein richtiges Blaulichtfest im Dorf.“ Die Teilnahme am jährlichen Dorfputz und die Ausrichtung des Kinderfestes gehörten ebenfalls zum Veranstaltungsprogramm der Grönländer Feuerwehrleute. Der Grönländer Wehrführer ging in seinem Bericht auch auf die „never ending story“ in Bezug auf die Einführung des Digitalfunks ein. „Es sieht so aus, als wenn es auch in diesem Jahr nichts damit wird. Es muss eine neue Ausschreibung erfolgen, weil ein Anbieter nicht berücksichtigt wurde“, so Hans Hempel.

Abschließend bedankte sich Hempel bei allen Helfern und bei Bürgermeisterin Helga Ellerbrock und den Gemeindevertretern. Diesen Dank gab die Sommerländer Bürgermeisterin zurück. Sie freute sich über den Einsatz der Grönländer Wehr. Gleichzeitig wies sie aber auch darauf hin, dass sich die drei Ortswehren aus Siethwende, Dükermühle und Grönland zusammensetzen sollten, um über ihre Zukunft zu diskutieren. Die geringer werdenden Personalstärken müssten dabei ebenso berücksichitgt werden wie das Alter der Einsatzfahrzeuge. Immerhin haben die Fahrzeuge der Grönlander und Dükermühler Wehr über 30 Jahre „auf dem Buckel“.


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