zur Navigation springen

Jugendaustausch : Solide Basis für eine Freundschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Boßeln sind sich Jugendliche aus Polen und Deutschland näher gekommen – zum sechsten Mal fand ein Austausch zwischen dem Kreis Steinburg und den Partnern aus Elbing statt.

„Bei bestem schleswig-holsteinischem Wetter mit Schnee haben Sie sich gemeinsam beim traditionellen Boßelturnier bewiesen.“ Mit diesen Worten begrüßte Kreispräsident Peter Labendowicz die Gäste aus dem polnischen Kreis Elbing, die in dieser Woche den Kreis Steinburg besuchen. Sonnabend war die Delegation angekommen – und am Sonntag ging es bei Schneetreiben zum gemeinsamen Boßeln.

Die 33 Jugendlichen sowie deren Lehrer, Danuta Kosobudzka und Beata Pierlejewska sowie Marek Murdzia, als Vertreter des Kreises Elbing sind noch bis Freitag bei Gastfamilien untergebracht. Im Rahmen der gestrigen offiziellen Begrüßung der polnischen Gäste in der Aula des Sophie-Scholl-Gynasiums (SSG) in Itzehoe nahm der Kreispräsident die Teilnehmer mit auf einen virtuellen Ausflug durch den Kreis Steinburg. So erfuhren die polnischen Gäste unter anderem, dass rund 130  000 Einwohner in 105 Gemeinden der „Energieregion“ leben. Auch erinnerte er noch einmal an die lebendige Partnerschaft mit dem Kreis Elbing, die 2001 vertraglich besiegelt wurde. Seitdem findet ein regelmäßiger Austausch in Form von Schülerseminaren, Jugendbegegnungen, Fachkonferenzen oder gegenseitigen Besuchen statt.

„Dies ist der sechste Austausch der Schulen der Kreise Elbing und Steinburg und der vierte, den wir auf deutscher Seite zusammen mit dem Detlefsengymnasium aus Glückstadt machen“, betonte Angelika Hartmann, Leiterin des SSG. Besonders erfreut zeigte sie sich über die gute Zusammenarbeit, die bisher überzeugende Früchte getragen habe. „Die deutsch-polnischen Beziehungen sind in der Vergangenheit nicht immer positiv geprägt gewesen“, so Hartmann weiter. Daher sei es umso wichtiger, dass durch Jugendaustauschprogramme versucht werde, eine neue solide Basis zu schaffen, die durch Freundschaft und gegenseitiges Verstehen geprägt sei. „Ihr seid diejenigen, die in Zukunft in unseren Ländern bestimmen, was geschieht“, unterstrich die Schulleiterin. Schließlich sei die Wahrscheinlichkeit, friedlich und gut miteinander umzugehen größer, wenn man sich kenne und verstehe. Daher appellierte Angelika Hartmann an alle: „Lernt Euch kennen und haltet den Kontakt aufrecht, so dass Ihr verstehen könnt, wie der andere tickt und was ihn bewegt.“

Für das Projekt „Gemeinsam Spiele zu entwickeln“ wünschte sie allen Beteiligten viel Erfolg. Viel Spaß wünschte sie zudem bei gemeinsamen Ausflügen und Unternehmungen, zu denen unter anderem der Filmvortrag über das SSG, die Besichtigung der St. Laurentii-Kirche oder Sportveranstaltungen gehören. „Lasst Euch auf das Neue ein und versucht so viel wie möglich vom jeweils anderen zu lernen.“

Die Abschlussveranstaltung des Programms sowie die Vorstellung der Projektergebnisse findet Donnerstag im Glückstädter Detlefsengymnasium statt. Am Freitag machen sich die polnischen Gäste auf den Rückweg in ihre Heimat. Im März kommenden Jahres erfolgt der Rückbesuch der Steinburger Schüler in Polen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen