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EInschreibung : Solide Ausbildung – gute Perspektiven

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Traditionsveranstaltung in der Elbmarschenhalle in Horst: 1200 Auszubildende aus zehn Gewerken schreiben sich in die Handwerksrollen ein. Mit einem bunten Programm werden sie vorgestellt.

Moderator Carsten Kock (R.SH) scheute keinen Kalauer: Mit lockeren Sprüchen wie „Jetzt geht’s um die Wurst“ und „Die steigen euch aufs Dach“ kündigte er die Lehrlinge der Fleischerinnung und der Dachdecker an. Sie marschierten bei der zentralen Einschreibungsfeier für die neuen Auszubildenden, die einen handwerklichen Beruf erlernen, in der Elbmarschenhalle in Horst ein. Zwei Stunden lang wurden die 1200 Auszubildenden aus zehn Gewerken aus Pinneberg und Steinburg mit einem umfangreichen Programm vorgestellt – mit einem bunten Mix aus Information, Reden und Unterhaltung. Krönender Abschluss: Die Azubis – aus Bau- über Kfz-Technik bis hin zum Metallgewerbe – trugen sich traditionsgemäß in die Handwerksrollen ein.

Kreishandwerksmeister Helmut Rowedder sagte: „Das ist euer Tag“ und gratulierte zum Ausbildungsplatz. Dass der Ernst des Lebens beginne, sei schon in Kindergarten und der Schule gesagt worden. Aber: „Nun ist Einschreibungsfeier, und das ist wirklich der Ernst des Lebens.“ Eine solide Ausbildung biete viele gute Perspektiven. Neben der Weiterbildung wie einer Meisterprüfung könnten sie sich auch hoch arbeiten bis zum Doktortitel. „Ihr könnt von dem leben und eure Familie ernähren, was ihr mit euren Händen erarbeitet habt.“ Er bat aber auch um Geduld bei den Ausbildern und forderte alle auf: „Gebt euer Bestes!“

Petra Eylander von der Agentur für Arbeit Heide betonte: „Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen.“ Da Berufstätige immer älter werden und Berufe mit neuen Anforderungen entstünden, hätten sie gute Chancen. „Im Jahr 2025 werden zwei Arbeitnehmer ausscheiden und nur einer nachrücken.“ Deshalb seien für Betriebe Fachkräfte mit Ausbildung wichtig, eine Investition in die Zukunft und beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Auch Ulrich Mietschke vom Verein Handwerk Schleswig-Holstein meinte: „Ausbildung im Handwerk hat Zukunft. Sie wird mehr und spezieller werden. Deshalb gibt es fast keine Tätigkeit mehr ohne Ausbildung.“

In einem Interview mit den Auszubildenden Jan Boeningk, Jan-Hendrik Wagner und Janine Bodenstedt wurden die ersten Erfahrungen in der Lehre geschildert. „Man lernt genau zu arbeiten“, sagte Jan Boeningk. „Und es ist ein Job, der Spaß macht“, so Janine Bodenstaedt. Ihr Wunsch als Schornsteinfegerin: „Einmal im Ausland arbeiten.“ Berufsschullehrer Dr. Udo Pfahl verschenkte aus der Konditoreninnung je eine Torte an vier Gewinner aus dem Publikum. In einer satirischen Vorstellung erklärte „Maurer Marten“ dann noch „das Handwerk und das Leben drumherum“.

Fünf Direktoren der unterstützenden Geldinstitute aus den beiden Kreisen erläuterten ihre Motivation, die Ausbildung zu unterstützen. Stefan Schack von der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe sagte: „Junge Leute brauchen Zukunft, und die wollen wir ihnen geben.“ Beim parallel statt findenden „3. bundesweiten Tag des Handwerks“ präsentierten sich die Innungen an Informationsständen mit ihren Angeboten und Mitmachaktionen der Handwerkskammer Lübeck.

Den neuen Auszubildenden gegenüber betonte Kreishandwerksmeister Rohwedder abschließend: „Ihr seid auf dem richtigen Weg, der eine große Chance ist.“

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erstellt am 23.Sep.2013 | 10:22 Uhr

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