Sportverein : Sönke Reimers ist neuer MTV-Chef

Sönke Reimers nach seiner Wahl im Gespräch mit Oliver Puls (li.) vom Förderverein ETSV Fortuna Glückstadt, der auch die Sparkasse Westholstein als Sponsor des MTV vertrat.
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Sönke Reimers nach seiner Wahl im Gespräch mit Oliver Puls (li.) vom Förderverein ETSV Fortuna Glückstadt, der auch die Sparkasse Westholstein als Sponsor des MTV vertrat.

Bisheriger Vorsitzender Bernd Heiden wird unter langanhaltendem Beifall verabschiedet. Keine Überraschungen bei den Vorstandswahlen

shz.de von
18. Januar 2015, 11:45 Uhr

Führungswechsel beim MTV Herzhorn. Neuer Vorsitzender ist jetzt Sönke Reimers (50). Der gelernte Bankkaufmann, der jetzt Politikwissenschaften studiert, ist Schwiegersohn des heutigen MTV-Ehrenvorsitzenden und früheren Herzhorner Bürgermeisters Klaus Lange. Sönke Reimers löst Bernd Heiden ab, der nach zwölf erfolgreichen Jahren im Amt nicht wieder kandidierte.

Wieder nach Herzhorn zurückgezogen, ist Reimers seit fünf Jahren wieder aktives Mitglied beim MTV. „42 Jahre anwesende Vereinsvorsitzende sind heute der Beweis dafür, dass Vorstandsarbeit einem Jungbrunnen gleichkommt“, dankte Reimers der Mitgliederversammlung für das entgegengebrachte Vertrauen. „Alles andere will ich jetzt nicht weiter vertiefen, sondern anpacken.“

„Derzeit findet in Herzhorns Vereinsleben ein reger Generationswechsel statt“, hatte Bürgermeister Wolfgang Glißmann dem Rückzug Heidens bereits in seinen Grußworten aufgegriffen. „Bernd Heiden gehört noch zur goldenen Handballer-Generation und der Zeit, als der MTV in die Handball-Bundesliga aufstieg.“ Deshalb sei er für die jungen Leute von heute Vorbild.

Bernd Dittmer als Stellvertreter erinnerte sich in seiner Laudatio an Zeiten, als Bernd Heiden über Fuß- und Faustball zum Handballsport gefunden habe. Der Herzhorner spielte für den HSV und Bad Schwartau in der Handball-Bundesliga und kam 1976 nach Herzhorn. Mit den 1. Herren marschierten Heiden und die anderen Sportler auch dort ohne Mäzen bis in die Bundesliga durch. Später wurde er deren Trainer, bevor Heiden 2003 dann den Vorsitz des Gesamtvereins übernahm.

Selbst begann Bernd Heiden seinen Rückblick auf zwölf Jahre Vorsitz mit dem Gedicht „Nur kein Ehrenamt“ von Wilhelm Busch. „Er war ein genauer Beobachter seiner Zeit und sein Gedicht gilt auch noch heute“, erklärte der scheidende Vorsitzende. Unterm Strich zog Heiden ein positives Resümee seiner Tätigkeit – trotz einiger Probleme. Er habe aber immer Menschen an seiner Seite gehabt, die ihm verdeutlicht hätten, wie wichtig das Ehrenamt für die Gemeinde Herzhorn sei. Bernd Heiden dankte zum Schluss dem Schulverband Glückstadt, den Kommunen, Fans, Freunden und Sponsoren sowie allen Vorstandsmitgliedern. „Ich bin vor zwölf Jahren mit der Forderung angetreten, dass im Verein künftig Bitte und Danke gesagt wird. Ich hoffe, dass ich mich daran selbst gehalten habe“, schloss Bernd Heiden unter lang anhaltendem Beifall der sich von den Plätzen erhebenden Mitgliedern seine Ansprache.

Rainer Glöckner wurde als Kassenwart wiedergewählt und Ute Reimers bleibt Jugendwartin. Der Gerätewart heißt auch künftig Wolfgang Wenzel und Beisitzer wurde wieder Holger Fehlau. Das einzige neue Gesicht ist Manfred Will. Er löst Sönke Reimers als Kassenprüfer ab. In den Ehrenrat wählten die Mitglieder Detlef Bernecker, Klaus Hinrichs und Klaus-Hermann Steenfatt. Was den neuen Vorsitzenden veranlasste, die Aufgabe und die letzte Tagung des Ehrenrates zu hinterfragen. „Der Ehrenrat soll eventuelle Streitereien schlichten und hatte zuletzt in den 60er Jahren zu tun, als es um meinen Rausschmiss aus dem Verein ging“, wusste Klaus Lange zu berichten.

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