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Norddeutsche Rundschau

22. September 2017 | 13:54 Uhr

So soll Itzehoe umgangen werden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Pläne für Südspange liegen vor / Baubeginn der neuen Straße für den Herbst geplant / Name noch unklar

von
erstellt am 15.Jun.2015 | 17:29 Uhr

Im Herbst könnten die Bagger rollen. „Wenn alles klappt, können wir dann mit dem Lückenschluss der Südspange beginnen“, sagt der Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt, Bodo Schmedtje. Er hofft, dass die Straße im Herbst 2016 „gut zu erkennen sein wird“. Im Frühjahr 2017 soll sie dann für Autofahrer nutzbar sein. „Wir gehen davon aus, dass die Straße gut befahren sein wird“, sagt Schmedtje.

Das Ziel ist, dass Autofahrer, die von der A 23 kommen, wie jetzt auch schon über den Voßbarg und die Gasstraße bis zur Störfischerstraße geleitet werden. „Dort werden wir dann eine abknickende Vorfahrt installieren, damit die Autofahrer in die Störfischerstraße abbiegen“, sagt Schmedtje. Dann sollen sie über die Verlängerung der Störfischerstraße, an der Dorfstraße vorbei zur Potthoffstraße geleitet werden. Damit soll die Innenstadt von Autos und Lastwagen entlastet werden, die an Itzehoe vorbei fahren wollen.

„Bislang ist das nur ein Entwurf, die Ausführungsplanung wird noch einmal konkreter“, sagt Schmedtje, der am Donnerstag die Bürger über den Bau informieren will. „Es sind natürlich immer noch kleine Änderungen möglich, wenn der Plan konkreter wird.“

Nach langen Debatten hatten sich die Kommunalpolitiker 2011 für die kleine Lösung entschieden, die nun gebaut werden soll. In den vergangenen Monaten ist der Ausbau der Potthoffstraße zwischen Leuenkamp und Hafenstraße erheblich vorangeschritten. Der nächste Bauabschnitt wird 2,4 Millionen Euro kosten. Dieser umfasst den Neubau der 780 Meter langen Trasse zwischen der Kreuzung Potthoffstraße/Hafenstraße und dem südlichen Ende der Störfischerstraße. Die Stadt hat eine Förderung des Baus aus Landesmitteln beantragt. „Wir wollen an mehreren Stellen gleichzeitig mit dem Bau beginnen“, sagt Schmedtje. Dabei haben sich die Planer entschieden, dass die Dorfstraße in die neue Südspange münden soll. „Wir werden aber das Pflaster anders gestalten, damit die Autofahrer merken, dass es sich um eine kleinere Anwohnerstraße handelt“, sagt Schmedtje. Die Bürger müssen dort aber mit mehr Verkehrslärm rechnen. Allerdings hat die Stadt den Plan einer Lärmschutzwand verworfen. Man habe extra ein Büro beauftragt, dass die Lärmbelastungen anhand von Verkehrsprognosen simuliert habe. „Und da lag alles unter den Grenzwerten“, sagt Schmedtje. Die Kosten für einen Lärmschutzwall wären außerdem mit über 80  000 Euro sehr hoch gewesen. „Und man hätte keinen freien Blick mehr auf den Stördeich gehabt. Das war eine Abwägungssache.“

Die neue Trasse soll 6,50 Meter breit sein und mit einem drei Meter breiten Gehweg versehen werden, den vermutlich auch Radfahrer nutzen können. Und Bäume sollen die gesamte Straße säumen.

Ganz zum Schluss wird in einem weiteren Bauabschnitt der Voßbarg zwischen Lindenstraße und Gasstraße saniert. Das soll laut Schmedtje 2017 passieren – und zwar unter laufendem Verkehr. „Wir gehen davon aus, dass wir genügend Platz haben, um dort den Verkehr umzuleiten.“ Damit wäre die Südspange neu gebaut und saniert, denn der Belag der Gasstraße ist bereits erneuert worden.

Der Stadtentwicklungsausschuss muss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 23. Juni, noch über die Pläne beraten – und könnte sich dann auch schon Gedanken über einen Namen machen, der bislang noch völlig offen ist. Denkbar wäre, dass man den Abschnitt einfach als Verlängerung der Störfischer- oder Potthoffstraße deklariert. Die Politiker könnten sich aber auch einen neuen Namen überlegen.

>Die Stadtverwaltung wird auf einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 18. Juni, um 17 Uhr in der Cafeteria des Rathauses die Entwurfsplanung zu dem Bau der Südspange vorstellen. Die Pläne finden sich dafür in der Vorlage für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 23. Juni unter:
www.itzehoe.de/Ratsinformationssystem/

Bürgerinformation.



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