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Schüler-Wettbewerb : So macht Mathe richtig Spaß

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rechen-Olympiade der Grundschulen im Kreis Steinburg: Münsterdorf und Wilstermarsch Sieger beim Grübelwettbewerb

Im Klassenraum sitzen unter der Aufsicht einer Lehrerin zwei Grundschüler über ein Papier gebeugt und knobeln an einigen Matheaufgaben: verzwickt, verzwickt… – zum vierten Mal sorgte die Kreis-Mathe-Olympiade, ähnlich wie die jüngst ausgerichtete „Lange Nacht der Mathematik“ an den Gymnasien (wir berichteten), für Kopfzerbrechen – dieses Mal bei den Jüngsten. Dreimal fand die „Olympiade“ bisher an der Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) statt, jetzt war erstmals Sude-West Ausrichter. Die zehn Grundschulen des Kreises schickten dazu aus den 3. und 4. Klassen je zwei Teams mit zwei Kindern ins Rennen. Eine Schule entsandte nur ein Team, so gingen 38 Kinder von acht bis zehn Jahren an den Start.

Es gab Knobelaufgaben, Kopfgeometrie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Datenhäufigkeit, Diagramme, systematisches Probieren und Ausschließen sowie Kombinatorik und Aufgaben zu Raum und Form. „Hier waren Problemlösungen mit allen Kompetenzen der Bildungsstandards gefragt“, erläuterte die Kreis-Organisatorin Gudrun Stücker von der Grundschule Münsterdorf. Und die Kinder? Die waren hoch motiviert. „Es herrscht eine tolle Stimmung und Atmosphäre“, freute sich Lehrerin Karen Knapp, Organisatorin an der Grundschule Sude-West. „Wir wünschen uns, dass Mathe Spaß macht“, sagte sie. Dazu gab es Essen und Getränke.

In einem Klassenraum saßen unter der Aufsicht von Friederike Schliebs (Lehrerin Sude-West) Till Wiechern und Moritz Beyer aus der 4. Klasse der Grundschule Kremperheide, beide zur Motivation in knallgrünen Shirts und mit Logo ihrer Schule. „Manche Aufgaben kann man schaffen, manche nicht“, sagte Till. „Die meisten Aufgaben konnten wir schon lösen, aber zwei haben wir nicht heraus gefunden“, erzählte Moritz. „Hat aber Spaß gemacht.“

Kara Ehlers und Hanna Bader aus der 4. Klasse der Grundschule Rethwisch fanden es „sehr aufregend“, so Hanna. „Wir kannten die Aufgaben von der Art her und haben auch alle gelöst.“ War das schwer? „Jein! Wir wussten bei einer nicht weiter, haben aber trotzdem eine Lösung aufgeschrieben“, sagte Kara.

Wenn das auf ihrer weiter führenden Schule im kommenden Jahr auch angeboten werde, „mache ich da auf jeden Fall wieder mit“, so Hanna unter heftigem Nicken von Kara. Denn: „Ich mache gern Mathe“, sagte Hanna. „Es hilft einem im logischen Denken das ganze Leben lang.“

Es war nicht nur der beste und schnellste Mathematiker gefragt. „Auch das Team, das gemeinsam am besten denken kann, sollte sich bilden“, schilderte Organisatorin Gudrun Stücker. Finanziell unterstützt wurde der Wettbewerb vom Ladies Circle Itzehoe, der 250 Euro gespendet hatte. „Davon haben wir vieles bezahlt und auch die Preise eingekauft“, so Stücker. Bei der Siegerehrung im Musikraum erhielt jeder Jahrgang kleine Preise, die drei besten ein Geschenk; es gab Knobel-, Rechen- und Denkspiele, Hauptpreis war ein T-Shirt für die „Olympiasieger“.

Nach dem Rechnen kam die Bewegung. In einem Sportprogramm in der Halle, von den Sportlehrern aufgebaut, konnten sie sich stärken und eine Stunde lang bewegen. So kam neben der geistigen auch die körperliche Bewegung nicht zu kurz. „Die Schüler werden rundum gefordert für die Mathematik.“


>Sieger aus der 3. Klasse: Grundschule Münsterdorf mit Emely Brüning und Felix von Mach; Sieger der 4. Klasse: Grundschule Wilstermarsch mit Hanna Schember und Fenna Rohwedder.

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erstellt am 26.Nov.2015 | 04:45 Uhr

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