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Namensgebung : So heißt der Nachwuchs in Itzehoe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sophie und Jonas sind die beliebtesten Vornamen des Jahres 2015.

von
erstellt am 06.Jan.2016 | 09:38 Uhr

Julia Harms liegt nicht im Trend: Die Mutter des Neujahrsbabys im Klinikum Itzehoe hat sich für den Namen Josefine entschieden. Wie schon bei ihren ersten beiden Kindern (Janne und Bent) hat die 33-jährige Wilsteranerin im Vorfeld offenbar nicht die Namens-Hitlisten der vergangenen Jahre zu Rate gezogen. Josefine jedenfalls rangiert im bundesweiten Ranking „nur“ auf Platz 47. Legt man die Zahlen des Standesamtes in Itzehoe zu Grunde, haben Eltern indes klare Favoriten. 34-Mal wurde im vergangenen Jahr der Name Sophie in die Geburtsurkunde eingetragen. Bei den Jungen erfreute sich Jonas der größten Beliebtheit. 21 Babys bekamen diesen Namen (siehe unten).

Während Jonas sich sowohl in Schleswig-Holstein als auch bundesweit unter den Top 5 wiederfindet, rangiert mit Sophie in Itzehoe eine Außenseiterin an der Spitze. Im deutschlandweiten Vergleich schafft es dieser Name lediglich auf Platz 15, im nördlichsten Bundesland ist Sophie sogar nur 30. Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg hat 183  396 Geburtsmeldungen aus Deutschland für das Jahr 2015 ausgewertet und damit nach eigenen Angaben mehr als ein Viertel – rund 26 Prozent – der Babynamen erfasst. Seinen Erfahrungen nach sei weniger die Bedeutung bei der Namensfindung entscheidend. „Der Klang des Namens ist den Eltern wichtig“, sagt Bielefeld. Wie Mama und Papa vor diesem Hintergrund auf Namen wie Granit oder Sturmhart kommen, ist fraglich.

In Bielefelds Kuriositäten-Kabinett finden sich allerdings auch wohlklingende Namen, wie Eleano, Ximena oder Ixchel. Noch vor wenigen Jahren musste der Rufname das Geschlecht eindeutig erkennen lassen, sonst war ein zweiter Vorname nötig. Michaela Cornelsen vom Standesamt Itzehoe erklärt: „Das ist inzwischen nicht mehr so. Nur wenn der Name das Kindeswohl gefährdet, lehnen wir ihn ab.“ In der jüngsten Vergangenheit kann sich Cornelsen nicht an einen solchen Fall in der Kreisstadt erinnern. Zudem scheinen es die Itzehoer ohnehin nicht besonders ausgefallen zu mögen. An einen kuriosen Namen jedenfalls kann sich die Standesbeamtin nicht erinnern. „Der wäre in meinem Gedächtnis hängen geblieben“, sagt sie.

Erfreulich sei die Entwicklung der Geburtenrate in der Region. Zwar registrierte das Standesamt im Jahr 2015 mit 1420 Geburten etwas weniger als im Vorjahr (1472), aber grundsätzlich sei ein Aufwärtstrend zu erkennen, so Michaela Cornelsen: „Vor ein paar Jahren lagen wir immer um die 1300 Geburten.“

Der Fantasie sind bei der Namenssuche also auch zukünftig keinerlei Grenzen gesetzt. Zwischen Sophie und Sturmhart ist eine Menge Platz für Kreativität.

 

Die am häufigsten vergebenen Vornamen im Vergleich und ungewöhnliche Namen 2015

In Itzehoe

Jungen: 1. Jonas (21 Babys), 2. Elias (17), 3. Finn (16), 4. Ben (14), 5. Paul (13)

Mädchen: 1. Sophie (34), 2. Marie (26), 3. Emma (17), 4. Mia (16), 5. Johanna (14)

In Schleswig-Holstein

Jungen: 1. Finn/Fynn, 2. Ben, 3. Louis/Luis, 4. Jonas, 5. Paul

Mädchen: 1. Mia, 2. Emma, 3. Hannah/Hanna, 4. Lina, 5. Leonie

Bundesweit

Jungen: 1. Ben, 2. Jonas, 3. Leon, 4. Elias, 5. Finn

Mädchen: 1. Mia, 2. Emma, 3. Hannah/Hanna, 4. Sophia/Sofia, 5. Anna

Kuriose Vornamen

Jungen: Eleano, Sturmhart, Vapiano, Wunibald, Granit

Mädchen: Ximena, Schneewittchen, Ixchel, Majvi, Triantafilia

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