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Offener Sonntag : „So einfach kann man helfen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Typisierungsaktion der DKMS ein voller Erfolg. Gesundheitstage und verkaufsoffener Sonntag locken hunderte Besucher in die Innenstadt von Itzehoe.

Nicht nur der verkaufsoffene Sonntag unter dem Motto „Herbstvergnügen“ lockte zahlreiche Besucher am Nachmittag in die Innenstadt. Auch die gemeinsam vom Centermanagement und der Barmer organisierten Gesundheitstage wurden gut angenommen. „Die Standbetreiber sind zufrieden, viele Besucher nutzen die Gelegenheit zum Gespräch und für Informationen rund um die Gesundheit, Ernährung und Sport – allerdings muss man auch sagen, dass die Messe von der gleichzeitig stattfindenden Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) profitiert“, sagte Centermanagerin Jacqueline-Corin Stendorf.

Die von Freunden und Familie der an Leukämie erkrankten 19 Jahre alten Silja Paul aus Itzehoe auf die Beine gestellte Aktion stand für viele Besucher des Holstein-Centers im Mittelpunkt. „Es sind so unglaublich viele Menschen, die sich hier heute registrieren lassen“, freute sich Birte Voigt als Hauptorganisatorin der Typisierung, die in gleich zwei leer stehenden Geschäften durchgeführt wurde. Beeindruckt und dankbar über die große Resonanz zeigten sich auch Siljas Eltern Gesche und Andreas Paul. „Unsere Befürchtung, dass viele Menschen gar nicht mehr zur Typisierung kommen, weil inzwischen ein Spender für unsere Tochter gefunden wurde, wurde zum Glück nicht bestätigt“, sagt Gesche Paul. „Seit Siljas Rückfall haben sich alleine 2000 Menschen online registrieren lassen – nicht zu vergessen die Mitglieder der mehr als 40 Hockeyvereine.“ Der Gedanke, dass man jemandem das Leben retten kann, sei es Wert, einen Versuch zu starten, sagte eine potenzielle Spenderin. Nicht anders sah das die 24 Jahre alte Franziska Hollm aus Itzehoe. „Ich kenne Silja nicht, aber sie ist in unserem Alter – da gibt man die Hoffnung nicht einfach auf“, sagte die junge Frau und fügte hinzu, dass man die Chance, Leben retten zu können, auf jeden Fall nutzen sollte. So sah es auch Ayse Berg, die ihre Freundin begleitete. „Ich selbst habe mich bereits vor längerer Zeit registrieren lassen.“ Aus Hasenkrug war Andreas Ferla gekommen. „Ich wollte mich schon immer mal registrieren lassen – jetzt habe ich die Gelegenheit genutzt“, erklärte der 46-Jährige, während er mit Wattestäbchen in der Hand einen Wangenabstrich bei sich vornimmt. „So einfach kann man helfen“, sagte er. „Je mehr sich registrieren lassen, umso besser.“

Eine ganz besondere Überraschung hielt Jacqueline-Corin Stendorf während der Aktion für die Organisatorin der Typisierung bereit. „Wir spenden spontan die Standgebühren in Höhe von 1650 Euro der heutigen Gesundheitsmesse“, sagte Stendorf. „Das Geld fließt ebenso in die DKMS wie auch die Einnahmen von unserem Glücksrad und unserer Tombola.

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